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Fraktion kritisiert Regionalverband
Linke: Wohnkosten komplett übernehmen

Saarbrücken. Das Jobcenter muss die Wohnkosten von Sozialleistungsempfängern komplett übernehnen. Das fordert die Linke-Fraktion in der Regionalversammlung. Auch die SPD-Fraktion im Saarbrücker Stadtrat habe die Wohnkostengewährung an Hartz-IV-Empfänger und Grundsicherungsbezieher durch den Regionalverband zurecht als unzureichend kritisiert.

Die sogenannten Richtwerte für die Wohnkosten seien viel zu gering, kritisieren die Sozialpolitiker der Fraktion, Mike Botzet und Dagmar Trenz.


  Mittlerweile sei auch deutlich geworden, dass die zu geringe Wohnkostengewährung den sozialen Wohnungsbau gefährde. Mit den Mieterlösen sei es den öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften nicht mehr möglich, menschenwürdigen Wohnraum zu bauen. Das System des sozialen Wohnungsbaus sei infrage gestellt. Bevor verschärfte Armut und Obdachlosigkeit um sich greifen, müsse die Politik handeln. Zu wünschen sei es, wenn die SPD im Saarbrücker Stadtrat den Kollegen im Regionalverband und in der SPD dominierten Verwaltung ins Gewissen reden würde. Die Linke warnt die Regionalverbandsverwaltung dringend davor, auch noch die Heizkosten pauschalieren zu wollen.