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Linke: Bahn frei fürs neue Haus der Handwerkskammer

Die Handwerkskammer des Saarlandes will bauen, um ihr Leistungsangebot zu erweitern. Wo sie das tun kann, ist noch umstritten.
Die Handwerkskammer des Saarlandes will bauen, um ihr Leistungsangebot zu erweitern. Wo sie das tun kann, ist noch umstritten. FOTO: Iris Maria Maurer
Alt-Saarbrücken. Die Linke-Stadtratsfraktion findet, dass Stadt und Land mehr tun müssen, um der Handwerkskammer (HWK) ein wichtiges Bauvorhaben in Alt-Saarbrücken zu ermöglichen. Dort bemühe die (HWK) sich seit Jahren um ein modernes Handwerks- und Ausbildungszentrum.

Die Rats-Linken werfen Stadt und Land vor, das Vorhaben zu blockieren. Und das, obwohl die Leitung der HWK in einem intensiven Austausch mit den Baubehörden stehe.


Die baupolitische Sprecherin der Linksfraktion im Stadtrat, Jasmin Pies, befürwortet den Neubau im Park des ehemaligen Kultusministeriums. Doch Pies zufolge unterstützen weder Oberbürgermeisterin Charlotte Britz noch Bauminister Klaus Bouillon das Vorhaben. Pies befürchtet, dass deswegen Fördergeld vom Bund verloren geht und der HWK-Standort gefährdet wird.

Lothar Schnitzler, finanzpolitischer Sprecher der Stadtrats-Linken, will einen umgehenden Baubeginn. Es entstehe der Eindruck, die große Koalition von CDU und SPD im Land habe ein großes Interesse, die HWK außerhalb Saarbrückens zu platzieren. Mehrere Städte, darunter Neunkirchen, hätten Interesse am neuen HWK-Haus.



Das sei kein Einzelfall. Schon die Verlagerung der Bereitschaftspolizei vom Wackenberg nach Kirkel, das geplante IT-Breitbandzentrum oder die Verlegung des Logistikunternehmens Schenker von Saarbrücken weg, schade der Stadt. Statt Landeshauptstadt und Oberzentrum zu stärken gebe es immer mehr eine dezentrale Ansiedlungspolitik zu Lasten Saarbrückens.