| 20:22 Uhr

Dank der Spenden aus dem Saarland
Leuchtende Augen zum Christenfest

Die Helfer aus dem Saarland mit beschenkten Kindern (von links, mit Mütze):  Norbert Zech (Saarlouis),  Gregor Lehnert (Fischbach), Nikolaus Friedel König (Hüttigweiler), Willi Gehring (Bildstock) und Traud Augenstein (Friedrichsthal).
Die Helfer aus dem Saarland mit beschenkten Kindern (von links, mit Mütze): Norbert Zech (Saarlouis), Gregor Lehnert (Fischbach), Nikolaus Friedel König (Hüttigweiler), Willi Gehring (Bildstock) und Traud Augenstein (Friedrichsthal). FOTO: drfk
Bildstock. Spenden aus dem Saarland erfreuen 4300 Kinder und Jugendliche in Rumänien.

Wie oft er schon in rund 30 Jahren nach Rumänien gefahren ist, das weiß er nicht. Weil er mehrmals im Jahr dort weilt. Doch immer wieder ist sein Aufenthalt bei den Menschen in Osteuropa ein ganz besonderes Erlebnis. Ein Erlebnis vor allem mit den Kindern, die sich unglaublich freuen, auch über Kleinigkeiten wie etwa Schokolade oder Buntstifte. Und nun sind sie wieder zurück, die ehrenamtlichen Helfer des Deutsch-Rumänischen Freundschaftskreises (DRFK) im Saarland um ihren Vorsitzenden Willi Gehring. Sie alle sind froh, dass auch ihre diesjährige Weihnachtsaktion so erfolgreich über die Bühne gegangen ist. Im Gespräch mit der SZ bedanken sich der Bildstocker Gehring und seine Mitstreiter bei allen Saarländern, die das ermöglicht haben.


Ein großer Lastwagen mit zwölf Tonnen Zuladung - Süßigkeiten, Spielzeug, Malutensilien - ging dank der vielen Sach- und Geldspenden auf die Reise - in den westlichen Teil des Landes. Das Entladen des Fahrzeugs fand in einer bewachten Sporthalle statt, wie der DRFK-Vorsitzende erzählt. Gemeinsam mit  den rumänischen Freunden ging es dann unverzüglich los: das Packen von 4300 Weihnachtstüten für Jungen und Mädchen in 34 Kindergärten und Schulen sowie in zwei Waisenhäusern mit behinderten Kindern und schwerstbehinderten  Jugendlichen. Die Aktion startete  in einer Schule in Lipova. Bürgermeister Mircea Jicichi dankte für die großzügige Weihnachtshilfe aus dem Saarland. Für viele Kinder sei es das einzige Geschenk zum Christenfest.  Als Nikolaus war auch Friedel König aus Hüttigweiler eine Woche lang beschäftigt.

In den Kindergärten sangen die Kleinen rumänische Weihnachtslieder, aber auch „Oh Tannenbaum“ und „Stille Nacht....“ auf deutsch. Am Abend einer gemeinsamen Weihnachtsfeier der saarländischen und rumänischen Helferinnen und Helfer gab es ein von Kindern und Jugendlichen gestaltetes Programm, das  so manchen Teilnehmer zu Tränen rührte.



Für den DRFK ist die jährliche Weihnachtsaktion der krönende Abschluss eines arbeitsreichen Jahres mit vielen Hilfsmaßnahmen für arme Menschen in Rumänien, insbesondere Kinder und Familien. Willi Gehring: „Statt Armutswanderung ist es besser, das Elend dort zu bekämpfen, wo es sein Zuhause hat: in der Heimat der armen Menschen. Es geht dabei auch darum, die Motivation und Kraft zur Selbsthilfe zu stärken, aber auch direkte Nothilfe wird geleistet.“ So wurden diesmal 30 besonders bedürftige Familien besucht, die - außer der Weihnachtshilfe für ihre Kinder - auch Grundnahrungsmittel erhielten.

(mh)