Leserin mahnt klare Sprache in Berichten über Kriminalität an

Lesermeinung : Das ist doch kein Kavaliersdelikt

Zum Artikel „Polizei schnappt zeigefreudigen Mann in Malstatt“ – SZ vom 22. Februar

Beim Lesen dieses Artikels sind mir etliche Fragen durch den Kopf gegangen. Die Polizei „schnappt“ – machen die das wie der Schutzmann im Kasperltheater? Der Mann ist „zeigefreudig“ und präsentiert „sein bestes Stück“. Ist damit etwa wie beim Metzger der Hinterschinken gemeint? Er „spielte an sich herum“. Wickelt er sich verlegen eine Haarlocke um den Zeigefinger? „Derartige Taten“ und „solche Zwischenfälle“ – Hä? Da ist ja jede Kindergartensprache ausdrucksstärker. Und  Exhibitionismus ist doch kein Kavaliersdelikt! Bitte künftig die Dinge beim Namen nennen. Getreu dem Motto der Sesamstraße: „Wer, wie, was, wieso, weshalb, warum?“

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