Landtag des Saarlandes:Große Koalition bringt Landarztgesetz ein

Überweisung in den Ausschuss : Landtag bringt Landarzt-Quote auf den Weg

Die Landarztquote für Medizinstudenten im Saarland wird kommen. Der saarländische Landtag stimmte am Mittwoch einstimmig dem entsprechenden Gesetzentwurf zu.

Der Landtag hat das von der großen Koalition aus CDU und SPD eingebrachte „Landarztgesetz“ auf den Weg gebracht. Damit will Gesundheitsminiterin Monika Bachmann (CDU) einer drohenden hausärztlichen Unterversorgung auf dem Land vorgreifen. Kernpunkt des Gesetzentwurfs ist eine so genannten „Landarzt-Quote“ (wir berichteten).

„Heute ist ein guter Tag für die ambulante Versorgung im Land“, sagte CDU-Abgeordneter Raphael Schäfer. Auch sozialpolitisch sei eine Landarzt-Quote sinnvoll. So würden Bewerber, die nicht den Numerus Clausus erfüllen, und denen ein Medizinstudium bislang verwehrt blieb, eine Chance geboten. Astrid Schramm (Linke) begrüßte ausdrücklich die „Abkehr von der Fixierung auf die Abiturnote“. Die Quote allein werde eine drohende Unterversorgung aber „nicht richten können“. Es seien „deutlich mehr Studienplätze“ nötig. Auch die Aus- und Weiterbildung müsse stärker gefördert werden. Als „richtigen und wichtige Baustein“ bezeichnete der SPD-Abgeordnete Magnus Jung den Gesetzentwurf. Die Situation werde sich in den kommenden zehn bis 15 Jahren verschärfen. Eine Strafzahlung, sollte der Vertrag nicht eingehalten werden, sei zwar richtig. Aber „250 000 Euro ist eine beträchtliche Summe. Das muss man sich nochmal genauer anschauen. Es geht ja auch darum, ob es machbar und zumutbar ist“.

Nach Angaben Bachmanns können die ersten Mediziner, die über die Quote gewonnen werden können, 2031 ihre Landarzt-Tätigkeit aufnehmen. Der Gesetzentwurf wird jetzt im Gesundheitsausschuss beraten.