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Landespflegerat im Saarland fordert „Paradigmenwechsel“

Mitbestimmung in gesundheitspolitischen Fragen gefordert : Landespflegerat fordert „Paradigmenwechsel“

Die in den Berufsverbänden des Landespflegerats zusammengeschlossenen Pflegekräfte fordern mehr Mitbestimmung in gesundheitspolitischen Fragen. Obwohl die professionelle Pflege die größte Berufsgruppe im Gesundheitssystem sei, werde sie bei der Mitbestimmung in gesundheitspolitischen Fragen weitestgehend ignoriert, erklärte der Vorstand des Landespflegerats unter Führung von Ursula Hubertus.

Dies müsse endlich aufhören. „Die autonome Gestaltung und Alleinverantwortung für das eigne Berufsfeld muss den Pflegeberufen endlich eingeräumt werden.“ Damit gemeint ist auch die Einrichtung einer Pflegekammer, wie es sie bisher in drei Bundesländern gibt, unter anderem in Rheinland-Pfalz.

Der Landespflegerat fordere „keine vorübergehende Wertschätzungsinitiativen, sondern einen Paradigmenwechsel in der öffentlichen Anerkennung, Mitspracherechte in der Gestaltung der Gesundheits- und Pflegepolitik, keine beschämenden Mindestlöhne und faire und professionelle Verteilung der Arbeitsbelastung in allen pflegerischen Einsatzbereichen“.

Die Einrichtung einer Pflegekammer als öffentlich-rechtliche Körperschaft ist umstritten. Verdi und Arbeitskammer, die selbst ein Pflegereferat zur Vertretung der Interessen von Pflegebeschäftigten hat, sind dagegen.