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Neue Bremm
Landesjugendring sucht Helfer für KZ-Gedenkstätte

Jugendliche arbeiten an der  KZ-Gedenkstätte Neue Bremm.
Jugendliche arbeiten an der KZ-Gedenkstätte Neue Bremm.
Saarbrücken. Der Landesjugendring Saar sucht Helfer, die beim vorerst letzten Bauabschnitt auf der KZ-Gedenkstätte Neue Bremm Schotter verteilen. Damit werden weitere Standorte ehemaliger Häftlingsbaracken sichtbar gemacht. red

Die Aktion ist am Samstag, 13. Oktober, von 9.30 Uhr bis 14 Uhr am Alstinger Weg in Saarbrücken neben dem Hotel Mercure. Der Landesjugendring Saar engagiert sich gemeinsam mit der Initiative Neue Bremm und der Landeszentrale für politische Bildung für die Erinnerungsarbeit auf der KZ-Gedenkstätte. Die im Saarbrücker Schloss residierende Gestapo-Leitstelle Saarbrücken nutzte von Anfang 1943 bis Ende 1944 ein Barackenlager auf der Neuen Bremm als erweitertes Polizeigefängnis. – Die Bundeszentrale für politische Bildung spricht ausdrücklich von einem KZ. – Das mit Stacheldraht und Wachtürmen gesicherte Lager mit seinen im Karree angeordneten Gefangenenblocks, Funktionsgebäuden und Wachstuben und je einem Löschwasserbassin in der Mitte des Männer- wie des Frauenlagers lag an der Straße nach Forbach. Dort wurden sogenannte Arbeitserziehungshäftlinge, politische Gefangene, Häftlinge vor der Deportation in ein Konzentrationslager, Kriegsgefangene, Sippenhäftlinge, aus „rassischen“ Gründen Verfolgte und „Volksgenossen“ mit Disziplinierungsstrafen interniert, insgesamt 20 000 Menschen. Die Namen von 82 ermordeten Häftlingen sind bezeugt, die tatsächliche Zahl der Todesopfer dürfte aber beträchtlich höher gewesen sein. Das teilt der Landesjugendring Saar mit.


Helfer können sich per Mail an info@landesjugendring-saar.de anmelden. Auch Erwachsene dürfen gerne mithelfen.