KV Riegelsberg unterliegt TuS Adelhausen

Kostenpflichtiger Inhalt: Ungleicher Kampf mit einem klaren Ergebnis : KV Riegelsberg unterliegt Adelhausen

Rund 40 Zuschauer sahen am Samstag in der Riegelsberghalle den Bundesliga-Kampf, den die Gäste mit 31:6 für sich entschieden.

Volle Hallen mit krachender Atmosphäre. Spannende Kämpfe mit großartigen Techniken. Austrainierte Sportler mit herausragender Körperbeherrschung. Ringen kann eine faszinierende Sportart sein – besonders in der Mannschaft. Doch am Samstag war in der Riegelsberghalle von dieser Faszination nur ganz wenig zu verspüren. Gerade einmal 40 Zuschauer wollten den einseitigen Bundesliga-Kampf zwischen dem KV Riegelsberg und dem TuS Adelhausen sehen. Der endete fast erwartungsgemäß deutlich mit 31:6 für die Gäste aus Südbaden.

„Wir haben in der Liga eine Zwei-Klassen-Gesellschaft. Da sind der KSV Köllerbach und Adelhausen absolute Ausnahmevereine. Und es gibt den Rest“, sagte Edgar Paulus, der sportliche Leiter beim KVR, der am Samstag auf seine ausländischen Spitzenathleten Konstantin Stas und Asadula Ibragimov ebenso verzichtete wie auf Serhat Devici.

„Realistisch betrachtet, hätten wir auch mit den dreien nur einen einzigen Kampf mehr gewonnen“, begründet Paulus die Aufstellung. Dass man so Reisekosten und Antrittsprämien gespart hat, mag aus Sicht des Vereins verständlich sein. Es klingt sogar wirtschaftlich, begrenzte Resourcen so einzusetzen, dass sie möglichst den größten Erfolg bringen. Doch ist es sportlich?

So endeten acht der zehn Kämpfe vorzeitig. Dass Riegelsbergs Georgiy Zlatov in der Klasse bis 75 Kilo Freistil-Nachwuchsmann Leonard Zavarin auf die Schultern legte, macht die Sache nicht besser. Den zweiten Sieg der Hausherren fuhr Robin Paulus in der Klasse bis 86 Kilo Freistil ein. Er war gegen Pascal Ruh klar der bessere Mann, hätte sogar klarer gewinnen können als 9:3. Einen der wenigen engen und wirklich hochklassigen Kämpfe zeigte Kai Burkon in der Klasse bis 71 Kilo Freistil gegen den deutschen Spitzenathleten Alexander Semisorov. Bis kurz vor Schluss forderte der junge Riegelsberger seinen Kontrahenten, setze bei einem Angriff alles auf eine Karte und wurde mit der spektakulärsten Technik des Abends ausgekontert und übergeworfen. Das Ergebnis mit 2:10 nach sechs Minuten deutlicher als der Kampfverlauf.

Adelhausen gewann, Riegelsberg unterlag, Verlierer war am Samstag aber der Ringersport. „Niemand will Kämpfe sehen einer Übermannschaft gegen einen Underdog. Die Leute wollen Kämpfe auf Augenhöhe“, weiß auch Paulus und fordert darum auch eine Reduzierung der Ausländerplätze zumindest in der Vorrunde. Mit diesem Vorschlag konnte er sich auf der Liga-Tagung am Sonntag nicht durchsetzen.

Ebenfalls nicht durchsetzen konnte sich der AC Heusweiler im emotionalen Saarderby beim ASV Hüttigweiler. Dabei musste Heusweilers Trainer Cacan Cakmak auch noch den kurzfristigen Ausfall von Spitzenringer Nico Zarcone verkraften. Hüttigweiler nutzte die aktuellen Personalprobleme der Gäste und siegte mit 16:13. Deutlich fiel dagegen der Sieg des KSV Köllerbach in Hausen-Zell aus. Beim 26:9 waren die Vorzeichen allerdings ähnlich wie in der Riegelsberghalle.

Am Wochenende steht nun ein Doppelkampftag an. Am Samstag haben Heusweiler (gegen Hausen-Zell) und Köllerbach (gegen Freiburg) Heimrecht. Alle anderen Kämpfe finden auswärts statt, auch der Sptzenkampf der Köllerbacher beim Verfolger Adelhausen am Sonntag.

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