| 20:32 Uhr

Hier ging’s ganz schön närrisch zu
Kurz nach dem Start auf dem Siedepunkt

Beim Einmarsch der Garden durfte sich das närrisch gesinnte Quierschieder Publikum schon warmlaufen.
Beim Einmarsch der Garden durfte sich das närrisch gesinnte Quierschieder Publikum schon warmlaufen. FOTO: Thomas Seeber
Quierschied. Prächtige Stimmung und tolle Tänze bei der 1. Gala-Kappensitzung der Quierschder Wambe in der Jahnturnhalle.

„Eine tolle Truppe – ein toller Tanz“, lobte Sitzungspräsidentin Janica Schumacher nach dem Auftritt der Minigarde. Mit-Moderator Wolfgang Schug fragte das Publikum: „Was habt ihr eben gerufen? Zugabe?“ Dem Wunsch kamen die jungen Tänzerinnen gerne nach und so kam man am Samstagabend in der ausverkauften Jahnturnhalle nochmals in den Genuss ihres Auftrittes, der das Thema China kreativ aufnahm. In langen rot-weißen Kleidern und die Haare zu einem Dutt gebunden tanzten die Minigardistinnen synchron über die Bühne. Sie falteten die Hände zum „Wai“, der traditionellen asiatischen Respektsbekundung, hoben eine Tänzerin in die Luft und tanzten dazu im Kreis. Das gab direkt eine dreistufige närrische Rakete.



Keine Frage: Die Stimmung bei der 1. Gala-Sitzung der Quierschder Wambe war schon kurz nach dem Start auf dem Siedepunkt und riss auch nicht ab. Das war sicherlich auch den gelungenen Büttenreden zu verdanken. Als „die Kleinsten in der Bütt“ angekündigt, sorgten beispielsweise Tim Daniel und Fabian Schommer für Schmunzler und Lacher im Sekundentakt. Sie stellten einen typischen Tag in der Schule nach. Tim sagte: „Mein Lehrer kann sich voll auf mich verlassen – ich mach immer die gleichen Fehler.“ Und als der Lehrer zu Fabian meint, er wolle ihn nie wieder beim Abschreiben erwischen, sagte dieser: „Das hoffe ich auch.“ Natürlich konnten die beiden auch nicht beantworten, wie die Einwohner von Barcelona heißen – das seien ja schließlich drei Millionen. Und was denn mit dem Toten Meer passiert sei, wusste das dynamische Duo ebenfalls nicht – ihnen war ja nicht mal bewusst, dass es so krank war…

Doch nicht nur die Redner zogen die gut gelaunten Besucher umgehend in ihren Bann. Mit einem außergewöhnlichen Kostüm, bestehend aus den dominanten Farben Grün und Schwarz und mit Orange und Glitzereffekt verziert, wirbelte Jugendmariechen Tatjana Benz über die Bühne. Radschlag, Hüftschwung, kurz im Takt zum „Ungarischen Tanz No. 5“ in die Knie gehen – das alles stellte für das Mariechen kein Problem dar.

Die Quierschder Narren beklatschten alle Programmpunkte euphorisch und schickten dem anfeuernden „Wambe!“ der beiden Sitzungspräsidenten immer wieder ein dolles „Ei jooo!“ hinterher. Die Wambe ließen sich nicht lumpen und hatten sich wieder aufwändig kostümiert. Hier sah man einen Superhelden im Kostüm mit aufgenähtem Sixpack, dort schlich sich eine Teenage Mutant Ninja Turtle durch den Saal. Ein Rockstar mit typischer 80er-Jahre-Heavy-Metal-Frisur wiegte seine aufblasbare Luftgitarre im Takt. Zwischen Scheichs, Burgfräuleins und einem Pharao sichtete man auch einen großen, stattlichen Mann, der sich als Baby verboozt hatte.

Die Juniorengarde glänzte gleich zweimal: mit ihrem klassischen Gardetanz und mit ihrer Show „Tanz der Vampire“. Weitere Programmpunkte wie die Gesangsdarbietung der „Heuler“, die unter anderem mit „Schenk mir dein Herz“ und „1000 und 1 Nacht (Zoom!)“ für Stimmung sorgten, der Horrorcircus des Männerballetts und freche Wortbeiträge rundeten den Abend ab.

(bo)