Konzertmuschel im Saarbrücker Deutsch-Französischen Garten ist saniert

Mehr Musikgenuss : Saarbrücker Konzertmuschel ist saniert

Mit einer Investition von rund 280 000 Euro wurde die Akustik für Zuhörer und Musiker wesentlich besser.

Als Benjamin Jupé, Cellist im Saarländischen Staatsorchester, gestern in der Konzertmuschel im Deutsch-Französischen-Garten (DFG) den Bogen ansetzte, saß er ganz allein auf der Bühne. Auf dem Platz davor waren Vertreter der Kommunalpolitik und der Baufirmen, um die Eröffnung der renovierten Muschel zu feiern. Und sie bewährte sich.

Die sanften Töne Jupés hörte man überall auf dem Platz – sogar dann noch, wenn sich Menschen unterhielten. Es klappte ohne Verstärker, ohne Mikrofon, nur durch die jüngsten Einbauten, die die Akustik der Konzertmuschel deutlich verändert haben.

Im Sockelbereich wurden schallreflektierende Holzpaneele mit unterschiedlich geneigten Flächenelementen angebracht. Dadurch wird der Schall innerhalb des Musikpavillons gleichmäßig gestreut. Neue Deckenreflektoren aus Plexiglas lenken den Schall in Richtung der Zuhörer. Außerdem hat der Pavillon einen neuen Anstrich bekommen. Auch die Beleuchtung wurde erneuert.

„Insgesamt hört das Publikum jetzt deutlich mehr, aber auch die Musiker hören sich selbst besser“, erklärte Saarbrückens Baudezernent Professor Heiko Lukas. Zuvor habe die Muschel den Schall nur am Platz des Dirigenten konzentriert. 280 000 Euro hat die Stadt für die Sanierung bezahlt. Jupé demonstrierte, dass es sich gelohnt hat – und spielte mehrere Stücke, was viele Passanten zum Stehenbleiben und Zuhören animierte.

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