Kommunale Behindertebeauftrage kritisieren die Wahl von Daniel Bieber

Kommunale Behindertebeauftrage : Kritik an Wahl zum Landesbeauftragten für Behinderte

Die Kommunalen Beauftragten für die Belange der Menschen mit Behinderungen im Saarland kritisieren die Wahl Daniel Biebers zum neuen, hauptamtlichen Beauftragten für Behinderte im Land. Die Abgeordneten von CDU-, SPD- und Linksfraktion im Landtag hatten am Mittwoch den Geschäftsführer und wissenschaftlichen Leiter des Saarbrücker Instituts für Sozialforschung und Sozialwirtschaft (ISO) gewählt.

Informationen über den Zeitplan seien lange Zeit nicht zu erhalten gewesen, die Art der Ausschreibung habe von vorneherein geeignete Bewerber aus dem Kreis der betroffenen Menschen ausgegrenzt, kritisieren die Kommunalen Behindertenbeauftragten jetzt.

„Aus der Sicht der Beauftragten sind Kriterien wie Unabhängigkeit und vor allem eigene Betroffenheit mit einem Großteil der Bewerberauswahl in den Hintergrund getreten“, sagt Annette Pauli, Sprecherin der Kommunalen Behindertenbeauftragten. „Die vorzeitige Nennung von Namen in der Presse hat der Transparenz in dem Verfahren geschadet.“

Die Wahl Biebers im Landtag war nur noch Formsache. Der Sozialausschuss hatte sich schon zuvor nach der Vorstellung aller acht Bewerber für Bieber ausgesprochen und folgte der Empfehlung des Landesbehindertenbeirats.