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Kommentar zur Geschichte des Saarbrücker Hauses Berlin

Kommentar : Verkauft endlich dieses Gebäude!

Was für ein Quatsch, was für Kuddelmuddel! Und der reicht noch wesentlich länger zurück als der nebenstehende Artikel. Die jüngere Geschichte des Hauses Berlin ist für uns Normal-Saarbrücker wahrhaftig nur mit Mühe nachvollziehbar.

Aber eins ist klar. Hier hat irgendwer in grauer Vorzeit (grob vereinfacht: vor 1990) eine fatale Fehlentscheidung getroffen. Und das waren diejenigen Traumtänzer, die damals glaubten, ein städtisches Unternehmen könne ein Hotel bewirtschaften. Das musste in die Hose gehen. Und 1998 war es so weit: Die damalige Eigentümerin, die schwer angeschlagene städtische Parkhausgesellschaft, musste das Haus Berlin an die städtische SIB verkaufen – im Rahmen eines kaum durchschaubaren Deals.

Seither versucht die SIB, mit dem Gebäude zurechtzukommen. Obwohl das der Firmensatzung der SIB widerspricht. Dort heißt es nämlich, Unternehmenszweck ist „die Errichtung und Betreuung von Bauten im Rahmen gemeindlicher Daseinsvorsorge“. Ja, was in aller Welt hat ein Hotel mit Daseinsvorsorge zu tun? Nichts! Okay. Mit dem Pächterwechsel von Centro zu Premier Inn haben die SIB und Saarbrücken jetzt Glück gehabt. Diese Chance sollte die Stadt nutzen und das Monstrum schleunigst verkaufen. Denn im Augenblick ist das Gebäude mit dem 25 Jahre laufenden Pachtvertrag eine lukrative Geldanlage. Das könnte sogenannte Investoren interessieren. Und wenn das Haus Berlin verkauft wäre, hätte die SIB erstens Geld zum Sozialwohnungsbau und zweitens freies Personal, um sich ihrem eigentlichen Unternehmenszweck zu widmen.