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Kommentar von Jörg Laskowski zur Analyse der Saarbrücker Kriminalität

Kommentar zur Analyse der Saarbrücker Kriminalität : Das Ergebnis wollen wir alle wissen!

Warum gibt’s in Saarbrücken überdurchschnittlich viele Straftaten, und was kann man dagegen tun? Innenminister Klaus Bouillon hofft, dass Polizei und Wissenschaft in einer gemeinsamen Kraftanstrengung  Antworten auf diese Fragen finden – denn er möchte Saarbrücken sicherer machen.

Und ein Teil der Bevölkerung zieht mit. 1496 Bürgerinnen und Bürger haben die Fragebögen des Landesinstitutes für Präventives Handeln (LPH) ausgefüllt und zurückgeschickt. Einige haben so viel geschrieben, dass selbst die Mitarbeiter des LPH überrascht waren. Rund ein Viertel der Bürger nehmen Bouillons Analyse also so ernst, dass sie ihm dabei helfen wollen und sich erstaunlich ins Zeug legen. Sie – und viele andere – wären sicher stocksauer, wenn dieses Projekt irgendwann im Sande verliefe. Womöglich, weil dabei etwas herauskommt, was Geld kostet.

Das Ergebnis dieser Analyse muss an die große Glocke. Und wenn dabei – unter anderem – herauskommen sollte, dass Saarbrücken mehr Polizisten braucht, dann müssen die auch her. Dann muss die Landesregierung ihrem Minister eben das Geld dafür geben. Auch wenn’s wehtut.

Saarbrücken ist nicht nur die einzige Großstadt des Saarlandes, nein, sie ist die einzige Großstadt weit und breit. Sie zieht Menschen aus ihrer gesamten Umgebung an. Klar, dass diese Stadt andere Probleme hat als irgendein verschnarchtes Dorf an der Grenze zwischen Rheinland-Pfalz und (!) Bayern. Das Saarland sollte dazu bereit sein, für diese Stadt auch Geld auszugeben.