Wir wünschen viel Erfolg

Zwei Aufreger haben uns diese Woche erreicht. Zum einen hat sich ein Leser darüber beklagt, dass im Quierschieder Weg in Sulzbach die Graffiti-Schmierereien überhand nehmen. Vor nicht all zu langer Zeit habe er noch in der Nähe seines Hauses ein einzelnes Exemplar im öffentlichen Raum wahrgenommen, es folgten mehr und mehr Krakeleien, und es bestehe die Befürchtung, dass sich die Sachbeschädigungen nun munter weiter vermehren.In Hühnerfeld wiederum standen nach den Festtagen die Männer der Stadtreinigung vor einem riesigen Haufen wild abgelagerten Unrats rund um die Wertstoff-Container auf dem Karl-Holzer-Platz.

Ein Mensch fing damit an, seinen Dreck hinzuwerfen, und dann hatten offenkundig auch andere keine Hemmungen mehr, sich ihres Mülls zu entledigen.

Vor mehr als 30 Jahren wurde in den USA die Broken-Windows-Theorie entwickelt. Das Konzept basiert auf der Erfahrung, dass ein einzelnes zerbrochenes Fenster in einem leer stehenden Haus zur völligen Verwahrlosung des kompletten Gebäudes führen kann. Dieser Theorie folgend hat man die Null-Toleranz-Strategie entwickelt. Das heißt sinngemäß: Eine zerbrochene Scheibe muss sofort repariert werden, um weitere Zerstörung und in der Folge den Niedergang von Stadtvierteln und ausufernde Kriminalität zu verhindern. In New York geht man rigoros auch gegen Bagatelldelikte und Ordnungswidrigkeiten vor.

Nun leben wir nicht in New York, aber in Städten und Gemeinden, in der die Rücksichtslosigkeit immer deutlicher zutage tritt. Die Stadt Sulzbach hat unterdessen zwei Mitarbeiter der Ortspolizeibehörde losgeschickt. Sie sollen ganz gezielt die Müll-Verursacher verfolgen und belangen. Wir wünschen ihnen größtmöglichen Erfolg.