Wieder Ärger um Windpark

Proteste gegen Windpark-Projekte sind im Köllertal nichts Neues. So hat sich in Heusweiler, Holz und Riegelsberg Widerstand gegen geplante Windräder im Fröhner Wald formiert, um ein Beispiel zu nennen. Braut sich nun auch in der Stadt Püttlingen ein Sturm der Entrüstung zusammen?

Der Saarforst teilte in dieser Woche mit, dass "im Zuge der Errichtung von vier Windrädern im Waldgebiet zwischen Elm und Köllerbach" die Forststraße 423 vom 13. Februar an voraussichtlich bis Jahresende gesperrt wird. Damit war sie in Umlauf, die Nachricht, dass ein Investor die Absicht hat, einen Windpark Schwalbach zu errichten. Mit Auswirkungen auf die Nachbarkommune. Zunächst für die Zeit der Bauarbeiten. Und dann natürlich, wenn sich die Windräder drehen. Ein SZ-Anruf im Püttlinger Rathaus ergab, dass dort die Überraschung genauso groß war wie in der Redaktion Köllertal. Ganz zu schweigen von Reaktionen aus Köllerbach. Dort herrscht Unverständnis. Spaziergänger, die sich gern im Wald aufhalten, müssen einen weiten Umweg in Kauf nehmen. Der Parkplatz, an dem die Lauftrefffreunde Köllertal ihre Touren starten, wird ebenfalls gesperrt. Der Saar-Forst kündigte an, während der Bauphase einen Ausweichplatz einzurichten, und bittet um Verständnis. Aber das hält sich in Grenzen. Weil die Bürger wieder einmal das Gefühl beschleicht, bei einem Windkraft-Projekt vom Betreiber, in diesem Fall einer Firma vom Niederrhein, nicht von Beginn an mitgenommen zu werden. Und das schafft nun mal kein Vertrauen.