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Christopher Street Day SaarLorLux
Wenn Liebe schlägt

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Diese Woche kam Post vom Lesben- und Schwulenverband. Sie hat mich irritiert. Nicht, weil darin von „trans*identen Menschen“ die Rede ist. Auch nicht, weil am 10. Juni mit der „Christopher Street Day SaarLorLux“-Parade laut und bunt für deren Rechte und „die Gleichberechtigung von gleichgeschlechtlich Liebenden geworben“ werden soll. Für Gleichberechtigung kann man ja nie genug werben. Auch wenn gleichgeschlechtliche Liebe in der Normalität angekommen ist. Dass sie das ist, hat der neue Botschafter der USA in Berlin diese Woche gezeigt. Er kam zum Amtsantritt mit seinem Lebenspartner zum Bundespräsident. Und zeigte anschließend, dass gleichgeschlechtlich Liebende nicht automatisch bessere Menschen sind, indem er ganz im Stil seines Chefs Donald Trump der deutschen Wirtschaft polternd erklärte, mit wem sie Geschäfte machen darf und mit wem nicht. Der ganz normale Wahnsinn also. Von Martin Rolshausen

Was mich irritiert, ist der Slogan der Saarbrücker Parade: „Liebe schlägt Hass“. Liebe schlägt nicht. So wie Frieden nicht herrscht. Vieleicht kann man „schlägt“ ja durch „überwindet“ ersetzen.