Warmherzige Menschen tun gut, Hass und Hetze nicht.

Begegnung der Woche : Eine wundervolle Begegnung

Diese Woche hat mich jemand auf der Internetplattform Facebook zum „Widerstand fürs Vaterland“ aufgefordert. Ich kenne den Mann nicht. Aber er klang von Anfang an etwas unentspannt. Ich habe ihm mitgeteilt, dass in meinem Vaterland zwar nicht alles in Ordnung ist, man das aber nicht durch Widerstand, sondern durch gute Ideen, gemeinsames Anpacken, Gesetzes- und Systemänderungen zugunsten der Menschen, denen es nicht so gut geht, auf demokratischem Weg zum Besseren wenden kann.

Und dass das wohl am besten funktioniert, wenn wir es in einem starken, einigen Europa machen. Da wurde er pampig.

Ich finde, dass man auch Menschen, deren Liebe zum Vaterland so gewaltig ist, dass sie keinen Raum mehr lässt für Menschlichkeit und Respekt vor Andersdenkenden, neue Sichtweisen und Dinge zum Nachdenken anbieten sollte. Was in diesem Fall dazu führte, dass mich der Mann als „verblendet“ beschimpft hat. Verblendet wie jeder, der sein extrem nationalistisches Gedankengut nicht teilt und die von ihm als einzige Alternative gepriesene Partei nicht toll findet. Der Hass und die Ignoranz, die da spürbar waren, tun nicht gut, sie vergiften unsere Gesellschaft und unsere Herzen.

Um so dankbarer war ich diese Woche dafür, Heidi Jung und Kurt Buser begegnet zu sein. Das ältere Paar, dessen Kritik am Bus- und Saarbahnverkehr wir in der Freitagausgabe veröffentlicht haben, argumentierte ohne Wut, ohne Häme,  aber mit viel Humor und Warmherzigkeit. Vielen Dank für diese wundervolle Begegnung.