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So kann’s gehen
Von wegen Ho, Ho, Ho

FOTO: Robby Lorenz / SZ
Neulich auf der Toilette eines großen Saarbrücker Kaufhauses: Steht plötzlich der Weihnachtsmann neben mir und pieselt so vor sich hin. Ja, auch der Weihnachtsmann muss mal. Er sah ganz so aus, wie man ihn kennt. Mit der roten Kutte und dem weißen Kragen. Nur Rudolf, das Rentier, hat gefehlt. Von Jörg Wingertszahn

Gute Gelegenheit, meinen Weihnachtswünsche los zu werden, dachte ich mir und fragte: „Lieber Weihnachtsmann, darf ich mir jetzt was wünschen?“ Da drehte er sein Gesicht zu mir  und entgegnete ziemlich entnervt: „Weißte, wie ich oft ich die scheiß’ Frage heute schon gehört habe? Willste gar nicht wissen.“ Stimmt. Wollte ich nicht wissen, sondern mir nur was zu Weihnachten wünschen. Vielleicht ´ne Eisenbahn oder so. Mein Gott, war der schlecht drauf, der Weihnachtsmann. Dachte mir nur noch, „dann geh’ doch zu Netto, du Weihnachtsmann“. Eigentlich wollte ich ja noch wissen, wie es Rudi so geht und was er den Rest des Jahres eigentlich macht,  habe ich mir dann aber geschenkt. Der Weihnachtsmann wird einfach überschätzt. Ich wünsche mir jetzt was vom Christkind. Erstens macht das keine Werbung für Coca-Cola und zweitens ist es viel, viel  netter als der Weihnachtsmann.