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Unsere Woche
Verlieren, um zu siegen

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Verlorene Wahlen sind nicht das politische Ende. Im Gegenteil: Heiko Maas (SPD) wurde kein Ministerpräsident, ist jetzt Außenminister. Tobias Hans (CDU) wurde kein Landrat, ist jetzt Ministerpräsident. Peter Strobel (CDU) wurde kein Oberbürgermeister, ist jetzt Finanzminister.

Die Schlussfolgerung: Wer etwas werden will, kandidiere 2019 bei der Saarbrücker Oberbürgermeisterwahl und verliere, verbietet sich allerdings. Die Frage, wer kandidiert, hingegen nicht. Für deutliche Antworten ist es noch zu früh, wenngleich man Vermutungen anstellen darf. Eine davon: Charlotte Britz wird nach 2004 und 2011 zum dritten Mal antreten. Derzeit sagt sie dazu auf Anfrage: „Das wird die SPD zu gegebener Zeit entscheiden“. Die Antwort war erwartbar, denn die Regel heißt: Auf keinen Fall zu früh aus der Deckung kommen.


Der Saarbrücker CDU-Fraktionschef Peter Strobel hat das getan, ein bisschen zumindest. Gerade als Finanzminister gekürt, wollte er eine Kandidatur im nächsten Jahr nicht ausschließen.  Das tat dann Tobias Hans in dieser Woche für ihn. Im SZ-Redaktionsgespräch, sagte er: „Ich würde als Journalist nicht unbedingt darauf spekulieren, dass Strobel Kandidat wird.“ Mal sehen. Gewählt wird ja erst Ende 2019.