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Unser Autor verzweifelt an unserer neuen Lebensrealität

Wohin verschwinden die Dinger immer? : Ein Mann sitzt in der Maskenfalle

Nur mal schnell in den Laden huschen? Dank Corona längst nicht mehr so einfach wie früher.

Hunger verbündet sich mit Durst. Deswegen will ich nur mal kurz ins Dorflädchen. Aber wo ist noch eine Maske im Auto? Ablagen: leer. Rückbank: genauso. Letzte Hoffnung: Handschuhfach. Wieder nichts. Und der Fahrzeugschein kommt nun mal nicht als Mund-Nasen-Bedeckung infrage. Von gegenüber leuchtet die Apotheke. Aber ich kann mir ja schlecht ohne Maske Masken kaufen. Die Rettung ist zum Glück erst ein paar hundert Meter entfernt. Die stets gut sortierte Handtasche meiner Frau. Die mir Angetraute hat Masken in drei Sorten zu bieten. Ich entscheide mich für ein Exemplar der gängigen OP-Variante in Blau. Genau davon werde ich mir jetzt in der Apotheke eine Zehnerpackung kaufen. Danach behalte ich im Blick, wie viele ich noch habe. Damit ich nicht wieder in die Maskenfalle tappe. Und dann womöglich zu weit weg bin von den rettenden Vorräten meiner besseren Hälfte.