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Taktik um Kinder zu beschäftigen

Taktik um Kinder zu beschäftigen

Kinder sind leichtgläubig. Wer gut schwindelt, kann sich so Ruhe verschaffen.

Als ich noch an den Weihnachtsmann und die Zahnfee glaubte, behauptete mein Vater, dass sich das Happy End eines Films verändert, wenn man ihn nur oft genug sieht. Damals habe ich ihm jedes Wort abgekauft. Keine Ahnung, wie oft ich "Die Schöne und das Biest" gesehen habe, bevor ich realisierte, dass sich ein Film nicht ändern kann. Eine sehr gute Taktik um Kinder zu beschäftigen. Hut ab, Vater, das war wirklich clever. Mal sehen, ob mein siebenjähriger Neffe mir diese Flunkerei ebenfalls abkauft. Ich habe ihm erzählt, dass sich auf seiner Lieblings-DVD "Dragons" eine geheime Schlusssequenz befindet. Er müsse den Film genau zehnmal gucken, um sie freizuschalten. Die Freude auf seinem Gesicht zu sehen, war unbezahlbar. Noch kam kein böser Anruf meiner Schwester wegen seiner Enttäuschung. So schnell wird er mir wohl nichts mehr glauben.