Studie: guter Kaffee im Büro erhöht die Motivation und die Leistung

Zufriedene Mitarbeiter : Kaffee als Arbeitsdroge

Die Fleißigen fläzen sich lässig zum Konferieren auf bunten Sofas. Die modernen Sitzmöbel stehen in einem Raum, der an ein riesiges Aquarium erinnert. Durch die Glaswände können die Arbeitenden ihren Kollegen zuschauen, die im Großraumbüro nebenan Tischtennis spielen.

Der Kameraschwenk lässt noch ein Tischfußballspiel und eine Dartscheibe durchs Bild huschen. In diese wundervolle Arbeitswelt hat mich neulich ein norwegischer Film entführt.

Weil es in dem Film nicht um Arbeitsbedingungen und Unternehmenskultur in Skandinavien ging, sondern um menschliche Abgründe, Intrigen und Mord, hatte ich diese für die Handlung nicht weiter wichtige Episode bereits vergessen, als mich die Ergebnisse einer neuen Studie ereilten, in der es auch darum geht, wie deutsche Unternehmen das Arbeitsklima verbessern können. „Wo früher Unternehmen mit kostenlosen Obstkörben, mobilen Massagen und einem Kicker-Tisch potentielle Arbeitnehmer lockten“, heißt es da,  stehe heute wieder etwas scheinbar Banales „im Fokus“: Kaffee. Das wundert nicht, denn die Studie hat der deutsche Kaffeeverband in Auftrag gegeben. Dennoch: Mit Kaffee scheinen Arbeitgeber leichtes Spiel zu haben. Denn der Durchschnittsdeutsche trink 164 Liter Kaffee pro Jahr. Damit bleibt Kaffee das beliebteste Getränk in Deutschland. Und „gut jede 7. Tasse Kaffee wird dabei am Arbeitsplatz getrunken“, sagt die Studie. Und: „Guter Kaffee wirkt sich positiv auf Arbeitsklima und Mitarbeiterzufriedenheit aus“, sagten gut zwei Drittel der Studienteilnehmer. 71 Prozent sagten, ein gutes Kaffeeangebot des Arbeitgebers zeige „seine Wertschätzung für die Mitarbeiter“. Umgekehrt sagten 56 Prozent der Befragten, dass sie ohne Kaffee „bei der Arbeit schlicht weniger leistungsfähig“ seien.
Stimmt alles! Aber so ein Sofa und ein Tischfußballspiel schaden ja auch sicher nicht . . .

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