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Der Herbst kommt ins Köllertal
Es ist soweit: Das Köllertal sagt dem Sommer ade

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Der Herbst stürmt mit Macht ins Köllertal: Wettersturz mit Regen, Wind und kühler Luft beendet den Spätsommer. Das Köllertal-Wetter

Alles hat einmal ein Ende – sogar der Sommer 2018 im Köllertal: Ab dem Wochenende, und damit pünktlich zum kalendarischen Herbstanfang, steht uns ein abrupter Wetterumschwung ins Haus, der Herbst stürmt mit Macht ins Köllertal: Die Temperaturen sacken deutlich ab, und sogar eine erste herbstliche Sturmlage deutet sich am Sonntag und Montag an.


In den vergangenen Tagen hatte sich zwischen einem Tiefdruckkomplex über dem Nordatlantik und dem wetterbestimmenden Hoch Rodegan mit Kern über der Ukraine der Zustrom von sehr warmer bis heißer subtropischer Luft aus Süden nochmals verstärkt, so dass am Dienstag die Temperaturen bis 30,6 Grad ansteigen konnten. Heute greift im Tagesverlauf die Kaltfront des von der Nordsee nach Südnorwegen ziehenden Sturmtiefs Elena auf Deutschland über und beendet das letzte Aufbäumen des Spätsommers mit Pauken und Trompeten: Nach freundlichem Beginn nimmt die Bewölkung rasch zu, und schauerartige Regenfälle ziehen durch. Dabei frischt der Wind merklich auf, und bei der Kaltfrontpassage muss mit stürmischen Böen gerechnet werden. Gegen Abend lockert die Bewölkung wieder auf. Ein Schwall subpolarer Meeresluft sorgt für einen Temperatursturz von rund zehn Grad in Vergleich zu den Vortagen, so dass die Höchstwerte nur noch 18 bis 20 Grad betragen.

Nach Abzug der Kaltfront bringt am Samstag ein Zwischenhochkeil eine kurze Wetterberuhigung bei einem Wechsel aus Wolken und Aufheiterungen, es ist trocken bei lebhaftem Westwind und Temperaturen um 17 Grad. Die Westwindströmung übernimmt am Sonntag die Regie: Innerhalb der nach Mitteleuropa gerichteten atlantischen Frontalzone entwickelt sich ein kleines Randtief zum Sturmtief Fabienne, das bis Montag von den Britischen Inseln zur Ostsee wandert. Bei starker Bewölkung setzt am Sonntag im Tagesverlauf Regen ein, der Südwestwind frischt wieder stark auf, und im Warmsektor des Tiefs werden Höchstwerte um 20 Grad erreicht.



In der Nacht zu Montag soll die Kaltfront des Tiefs mit kräftigen Regengüssen durchziehen, und es könnte stürmisch mit der Gefahr von Sturmböen werden. Mit Winddrehung auf West bis Nordwest wird es am Montag wieder etwas kühler, es regnet zunächst noch zeitweise, später erfolgt der Übergang zu windigem Schauerwetter bei Höchstwerten um 15 Grad.

Ab Dienstag stellt sich zwischen dem zum Baltikum abgezogenen Sturmtief Fabienne und einer Hochdruckzone über Westeuropa eine nördliche Strömung ein, die eine Wetterbesserung bringt. Am Rande des Hochs bei den Britischen Inseln ist es am Dienstag teils heiter, teils wolkig und trocken. Ab Wochenmitte wird es sonniger, denn der Hochdruckeinfluss dehnt sich langsam nach Deutschland aus, und der September geht mit Temperaturen von 14 bis 18 Grad in den eher herbstlich-kühlen Endspurt.