Schüler aus Kleinblittersdorf erzählen einen Witz vom Fritzchen.

Witze : Das unsterbliche Fritzchen

Es gibt Geschichten, die erzählen Kinder vermutlich noch in 100 Jahren. Und niemand wird wohl je verstehen, warum sie das tun.

Gestern waren Kinder aus der Grundschulklasse 4.2 aus Hanweiler bei uns in der Redaktion zu Besuch. Die Mädchen und Jungs arbeiten an einer Schülerzeitung. Und wo sie schon mal da waren, haben Sie mir geholfen, diese Kolumne zu schreiben. Die Kinder, die unsere Zukunft sind, haben mir nämlich von einem Kind berichtet, das ich aus der Vergangenheit kenne: Fritzchen.

Jonathan hat Folgendes erzählt: Fritzchen wird ermahnt. Erst von seinem Vater. Es soll nicht auf den Dachboden gehen, denn dann fällt das Haus in sich zusammen. Die Mutter warnt: Das Fritzchen soll auch nicht den Schrank aufmachen, weil dann die Tassen kaputtgehen. Und zuletzt nimmt auch noch der Bruder das Fritzchen ins Gebet. Das Fahrrad des Bruders darf auf keinen Fall angerührt werden, weil es sonst kaputtgeht.

Kaum ist die Familie aus dem Haus, scheint das Fritzchen alles vergessen zu haben. Es will etwas trinken und sich dafür eine Tasse aus dem Schrank holen. Alle Tassen fallen raus. Der Durst ist heftig. Das Fritzchen will also schnell ins Dorf fahren, um etwas zu trinken. Es will dazu das Fahrrad des Bruders nehmen. Da lösen sich die Schrauben und es fällt auseinander. Das Fritzchen weiß, dass auf dem Dachboden die Werkzeugkiste steht. Als es oben ist, bricht das Haus zusammen.

Das Fritzchen steht vor den Trümmern. Ein Nachbar kommt und fragt, was denn los ist. Das Fritzchen erklärt: „Mein Bruder hat alle Schrauben locker, mein Vater hat einen Dachschaden und meine Mutter nicht mehr alle Tassen im Schrank.“

Kann es sein, dass wir diesen Witz schon vor über 40 Jahren auf dem Schulhof erzählt haben? Ich denke: ja. Das Fritzchen gehört also zu den Unsterblichen.