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Köllertal-Wetter
Es fliegen schon erste Pollen

FOTO: Robby Lorenz / SZ
Regnerisch ins neue Jahr: Im Köllertal sind im ersten Monatsdrittel mit 68 Liter pro Quadratmeter schon 87 Prozent des üblichen Januar-Regens gefallen. Und der Winter hat einen schweren Stand, denn der Kältepol der Nordhalbkugel liegt konstant über Kanada und den USA, während Europa, als Gegenbewegung dazu, mit milder Luft versorgt wird. Derzeit ist der Hochwintermonat Januar sogar wärmer als ein durchschnittlicher März! Bei uns war es diesen Winter noch nie kälter als minus drei Grad – und das war vor fünf Wochen. Bereits seit dem Jahreswechsel blühen nicht nur die ersten Schneeglöckchen in Köllertaler Gärten, auch der Pollenflug der Haselnuss hat viel zu früh begonnen – Zeichen des Vorfrühlings mitten im Hochwinter.

Die ruhige, meist trübe Wetterlage mit einigen Lichtblicken hält noch bis Sonntag an, bevor zu Wochenbeginn die atlantische Frontalzone wieder Kurs auf Mitteleuropa nehmen soll und im weiteren Verlauf mit Verlagerung der Tiefs nach Osteuropa der Weg für feuchte Polarluft frei sein wird. Heute und am Wochenende liegen wir am Rande des neuen Hochs Borchert über Nordosteuropa. Dabei ist es teils stark bewölkt oder hochnebelartig-trüb, teils zeigen sich Auflockerungen mit etwas Sonne. Es ist trocken bei Höchstwerten von 4 bis 7 Grad. Am Sonntag könnte es nach Auflösung der trüben Hochnebeldecke auch mal freundlich und sonniger werden. Am Montag greift aber im Tagesverlauf ein Tiefausläufer mit dichten Wolken und Regen über, es wird windiger und kurzzeitig milder bei Höchstwerten um 8 Grad. Ein weiteres Tief wandert am Dienstag zur Nordsee und bringt kräftigen Regen und Abkühlung auf 5 Grad. Mit Verlagerung der Tiefs nach Skandinavien und Osteuropa ab Wochenmitte können aus Nordwesten, später aus Norden, polare Luftmassen angezapft werden. Es bleibt unbeständig mit Niederschlägen teils als Regen, teils als Schnee. Mit Höchstwerten von 2 bis 4 Grad ist es nass-kalt, gegen Ende der Woche könnte der Winter bei Temperaturen um null Grad und Schneefällen aus seiner Lethargie erwachen.