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Schatten überm Supersommer

Unsere Woche. Diese Woche wird in unseren Erinnerungen an den 2016er-Sommer vorn landen. Wetter, das jede Stadt bunter, schöner, lebenswerter macht, verwöhnt vom Erwachen bis zum Einschlummern die Seele. Endlich können die Freibäder , allen voran das Totobad, mit ihren Stärken punkten. Frank Kohler

Diese Woche wird in unseren Erinnerungen an den 2016er-Sommer vorn landen. Wetter, das jede Stadt bunter, schöner, lebenswerter macht, verwöhnt vom Erwachen bis zum Einschlummern die Seele. Endlich können die Freibäder , allen voran das Totobad, mit ihren Stärken punkten.


Es sind die - noch - gegen alle Sparzwänge verteidigten Ausflugsziele, wo die Sorgen mal draußen bleiben. Sollten die Wetterforscher Recht behalten, geht der Sommer nächste Woche nach einer Verschnaufpause weiter. Tausenden in dieser Stadt bleibt der Alltag trotzdem zu oft Lichtblicke schuldig.

Es sind die Armen, die vom "Jobwunder" vergessenen Frauen, Männer und Kinder in der wirtschaftlich stärksten Stadt des Landes, die selbst an schönen Sommertagen die Geldsorgen nicht loswerden.



Selbst ein Schwimmbadbesuch kann zu teuer sein, wenn jemand von Hartz IV lebt. Da fehlen sogar die Münzen fürs Hörnchen mit Eis. Die Scheine für den Schulausflug erst recht.

Ohne die Ehrenamtlichen der Saarbrücker Tafel wären arme Menschen in Saarbrücken nicht einmal vor Hunger geschützt. Dort warten Leute auf billige Lebensmittel, die sich das nie hätten träumen lassen. Während andere beim City-Bummel von den Wochen auf Malle und in der Dom-Rep schwärmen, dreht sich bei Tafel-Kunden alles um Kleinigkeiten wie die Fahrkarte nach Burbach.

Aber wenn diese Menschen das Haus der Hilfe im Saarbrücker Westen verlassen, haben sie eben doch die eine oder andere Leckerei ergattert, die sonst für sie unbezahlbar wäre. Das ist ein Lichtblick für arme Menschen. Erst recht, wenn die Supersommertage vorbei sind.