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Kommentar
Saarbrücken braucht ein Waffenverbot

FOTO: Robby Lorenz / SZ
Von Jörg Wingertszahn

Kiel hat es vorgemacht, Saarbrücken sollte diesem Beispiel folgen. Die Waffenverbotszone in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt ist so erfolgreich, dass die Zahl der Straftaten dort deutlich abgenommen hat. Zudem werden die Angriffe nicht mehr so aggressiv geführt wie vorher. Kiel ist sicherer geworden. Ein Verbot ist natürlich nur so gut, wie die Möglichkeiten, das Verbot auch durchzusetzen. Das ist in Kiel gelungen – mit mehr Polizeipräsenz, Sicherheitsdiensten und aufmerksamen Clubbetreibern. Natürlich kostet das Geld. Aber wäre es falsch investiert? Sollte die Sicherheit der Bürger Stadt und Land nicht etwas wert sein? Umso enttäuschender ist die Aussage aus dem Innenministerium, man wolle abwarten, wie Wiesbaden mit dem Thema umgeht. Dort denkt man nämlich auch über eine Waffenverbotszone nach. Ein Anruf in Kiel hätte genügt, um sich kundig zu machen. Zumindest finden die Fraktionen von  SPD und CDU im Landtag  die Idee prüfenswert. Hoffentlich kommen sie zu dem Schluss, dass ein Waffenverbot sinnvoll ist und machen den Weg dafür frei. Dann ist es Sache der Stadt, eine Verbotszone einzurichten.