1. Saarland
  2. Saarbrücken
  3. Kolumnen

Patt zwischen Winter und Vorfrühling

Patt zwischen Winter und Vorfrühling

Zwei starke Luftdruckgebilde haben sich in dieser Woche über Europa gegenübergestanden und stritten um die Vorherrschaft beim Wetter: Das kräftige Hoch Erika mit Kern über Schweden lenkte mit einer östlichen Strömung Kaltluft nach Deutschland, während Sturmtief Niklas bei Island mit milder und feuchter Luft dagegenhielt. Dabei saß das Köllertal quasi zwischen den Stühlen, denn im Norden und Osten setzte sich Dauerfrostluft durch, doch schaffte es die richtig kalte Luft nicht über die Mittelgebirgsschwelle nach Süden, da sie nur bodennah und nicht hochreichend eingeflossen war. Somit blieb es bei uns milder und bis dienstags auch noch feucht durch den Tiefdruckeinfluss. Erst gestern spürten wir mit einem böigen Nordostwind einen Hauch der Kaltluft.

Insgesamt behauptet sich in nächster Zeit eine stabile Hochdruckzone über ganz Europa, die jeden Einfluss des Atlantiks blockiert. Für eine kurze Unterbrechung der Hochdrucklage sorgt am Wochenende nur ein kleines Höhentief, das als so genannter Kaltlufttropfen von Frankreich kommend, über Deutschland seine Kreise ziehen wird.

Heute ist es teils wolkig, teils zeigen sich Aufheiterungen, und bei einem lebhaften Nordostwind liegen die Höchstwerte um zwei Grad. Am Samstag wandert besagtes Höhentief aus Westen herein, bei starker Bewölkung kann es etwas regnen und es ist nass-kalt bei 2 bis 4 Grad.

Vor allem in der Nacht zum Sonntag können bei Temperaturen um den Gefrierpunkt einige Schneeflocken rieseln. Tagsüber ist es neblig-trüb, ab und zu gibt es noch etwas Sprühregen bei leichten Plusgraden. Nach Abzug des Höhentiefs dehnt sich das kräftige Hoch Erika nach Mitteleuropa aus und bildet im Verlauf der nächsten Woche eine umfangreiche Hochdruckzone, die sich von Skandinavien über Deutschland bis zum Balkan erstreckt, wobei die Strömung später auf Südost bis Süd dreht und mildere Luftmassen zu uns lenkt.

Am Montag und Dienstag ist es teils heiter, teils wolkig bei Höchstwerten bis 6 Grad. Ab Wochenmitte wird es immer freundlicher, und nach Auflösung von Nebel und Hochnebel scheint meist die Sonne bei Milderung auf 7 bis 11 Grad. Tagsüber werden wir somit fast schon einen Hauch Vorfrühling mitten im Winter spüren, während jedoch nachts leichter Frost herrscht. Den Winter sollte man jedenfalls so schnell noch nicht abschreiben.