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Ohne Kraft – trotz Eisen-Saft

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ARRAY(0x8ffa078) FOTO: Robby Lorenz
So kann's gehen. Was für ein Donnerstag. SZ-Redakteur tut sich mal so richtig leid. Frank Kohler


Schon der Mittwoch schlug mir aufs Gemüt. Mir war so grau und flau zumute, dass ich einfach Stärkung brauchte. Da hab' ich mir dieses Fläschchen mit dem eisenhaltigen Wunderobst-Saft gekauft, es brav geleert. Und dann? Nichts. Wo blieb der den Körper durchbrausende Energieschub bis in die Zehen, wo das Feuerwerk aus guten Ideen, die durch die Fingerspitzen in die Tastatur drängen? Nichts, aber auch gar nichts war davon zu spüren. Vielleicht hätte ich es bei der Enttäuschung darüber belassen sollen. Stattdessen gönnte ich mir zum Abendessen ein bisschen zu viel von einen eisenfreien Saft. Rosé, immerhin vom Biowinzer. Doch wenn gute Herkunft auf schlechte Stimmung trifft, bewirkt auch der beste Wein nichts. Am Donnerstag hatte ich einen lästig treuen Begleiter, einen Kopfschmerz, der gegen meine Schläfen trommelte. Lust auf Eisen-Saft hatte ich auch nicht mehr. Erst die Schmerztabletten - ohne jeden Öko-Anspruch - meines netten Kollegen stoppten das Trommel-Solo. Manchmal muss es eben Chemie sein.