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Das Wetter im Köllertal
Nach zu warmem Januar: Kalter Februar im Köllertal

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Im Januar hatte er sich versteckt. Jetzt kommt der Winter, zumindest von den Temperaturen her, doch noch ins Köllertal – und könnte sogar bis in den März hinein bleiben. Von Jörg Hoffmann

Erst wollte er nicht richtig in die Gänge kommen, doch jetzt, im Februar, ist er gekommen, um wohl noch längere Zeit zu bleiben: Der Winter zeigt sich hier derzeit vor allem in den Nächten von seiner frostigen Seite. Während Dezember und Januar viel zu mild ausgefallen waren, ist der Februar in seiner ersten Hälfte immerhin 1,3 Grad kälter als im langjährigen Mittel.


Ab Beginn der Woche lagen wir unter einer Hochdruckbrücke zwischen den Azoren und dem mächtigen Hoch Dino über Nordwestrussland, die uns sonniges Winterwetter beschert hat. In den klaren Nächten konnte sich die Luft stark abkühlen, so dass die Nacht zum Mittwoch mit Frost von minus 6 Grad in Eiweiler zur bisher kältesten des Winters wurde.

Im Verlauf des letzten Februardrittels deutet sich ein kräftiger Hochdruckaufbau im Bereich zwischen Grönland, Island bis nach Skandinavien an, der die normale West-Ost-Zirkulation nachhaltig stören soll, so dass die milde Wetterküche über dem Atlantik außer Kraft gesetzt wird. Stattdessen haben wir es mit einer Umstellung der Großwetterlage auf östliche Richtungen zu tun. Über Nord- und Osteuropa sammelt sich derweil klirrend kalte Frostluft, die an der Ostflanke des Hochs über Nord­europa bis nach Deutschland strömen könnte. Insofern wäre zum Ausklang des Monats durchaus noch richtiges Winterwetter mit Dauerfrost möglich, das sich bis in den März hinein halten könnte.

Am Donnerstag griffen die Fronten des Sturmtiefs Renate bei Island mit milderer Luft über, es fiel Schnee, der rasch in Regen überging. Am heutigen Freitag ist es nach Abzug des Tiefs zuerst dicht bewölkt und neblig-trüb, ehe es im Tagesverlauf freundlicher mit Aufheiterungen wird, bei Höchstwerten um 6 Grad. Am Samstag wandert ein Tief auf südlicher Bahn über Frankreich Richtung Alpen und beeinflusst uns mit feuchter Luft. Bei starker Bewölkung ist morgens Schneeregen möglich, tagsüber fällt zunächst leichter Regen bei Temperaturen um 4 Grad, später wird es trocken bei einigen Aufhellungen. Am Sonntag dehnt sich ein Hochkeil aus Westen aus. Es ist heiter bis wolkig mit Höchstwerten bis 5 Grad.

Zu Beginn der kommenden Woche verlagert sich ein Tiefausläufer aus Osteuropa nach Deutschland, während sich bei den Britischen Inseln hoher Luftdruck etabliert. Dabei ist es stärker bewölkt und kann etwas regnen bei 3 bis 5 Grad. Ab Wochenmitte sickert aus Nordosten kältere Luft ein. Bei einer Mischung aus sonnigen Phasen und Wolken ist es trocken und spätwinterlich kalt mit Nachtfrösten.