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Mit warmen Hosen in den Frühling

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ARRAY(0x9ab1a08) FOTO: Robby Lorenz
So kann's gehen. Helden im Ordnungsamt? Ein Thermohosen-Skandal? Eine antizyklisch handelnde Oberbürgermeisterin? Eine Intrige? Oder viel kalte Luft um nichts? SZ-Redakteur weiß nicht so recht, welche dieser Fragen er mit „Ja“ beantworten soll. Martin Rolshausen

Es war kalt, richtig kalt, und sie waren trotzdem da draußen. Die Frauen und Männer des Ordnungsamts haben auch in diesem Winter ihre Pflicht getan und Knöllchen hinter Scheibenwischer von Autos geklemmt, deren Fahrerinnen und Fahrer irgendwo im Warmen saßen. Weicheier scheinen da nicht zu arbeiten, in diesem Amt.
Man könnte sogar sagen: Helden sind unterwegs. Zumindest legt das eine Mitteilung der FDP-Stadtratsfraktion nahe. Die behauptet, dass "nicht genügend wärmende Thermohosen zur Verfügung gestellt" wurden. Und das - es riecht nach Skandal - haben der zuständige Dezernent, Thomas Brück (Grüne), und Oberbürgermeisterin Charlotte Britz (SPD ) gewusst, sagt die FDP . Es gebe Mitarbeiter, die "Arbeitskleidung aus eigener Tasche" bezahlt haben.

Thomas Brück, der Mann, der bald auch als Dezernent für Kultur und Bildung zuständig sein soll, ist mit der Aufgabe überfordert, warme Hosen zu besorgen? Die Oberbürgermeisterin, die sich als Anwältin ihres Personals gefällt, lässt ihre Leute frieren?

"Wir statten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Ordnungsamt im Außendienst tätig sind, grundsätzlich mit allen erforderlichen Kleidungsstücken aus", sagt Robert Mertes, einer der Sprecher der Oberbürgermeisterin. Bei einem Besuch des Ordnungsamtes Anfang Februar sei Britz auf Thermohosen angesprochen worden. Sie seien "schnell und unbürokratisch beschafft" worden. Seit Ende Februar seien alle Mitarbeiter gut versorgt.

Warme Hosen am Ende des Winters? Die Oberbürgermeisterin denkt antizyklisch. Als antizyklisch bezeichnet man Vorgänge, die "sich entgegen der allgemeinen Erwartung oder entgegen der üblichen Verhaltensmuster bewegen". Oder hat Britz da einigen Leuten in der Verwaltung einfach mal erklärt, dass man hinter ihrem Rücken nicht mit der FDP rumintrigiert. Und klargemacht, wer im Rathaus die Hosen anhat?