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Mit Johann Strauss durch Püttlingen

Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist", heißt es in der bekannten Operette "Die Fledermaus" von Johann Strauss . Da möchte man glatt meinen, Herr Strauss sei ein Püttlinger - wenn man an die umfangreichen Straßenbauarbeiten in der Stadt denkt. Denn natürlich nerven die Arbeiten, aber was getan werden muss, das muss halt getan werden. . . . Oder gibt es auch Ausnahmen? Marco Reuther

Jedenfalls rief neulich Claudius Leukel bei uns in der Redaktion an - eher bekannt als Claude, der Wirt vom "Hexenturm" - und hatte den Gedanken, dass Nichtstun manchmal besser sein kann: In der Püttlinger Ortsdurchfahrt, mitten im Zentrum, gibt es derzeit eine Einbahnregelung wegen einer Baustelle - Die Einbahnstraße muss auch sein, so weit, so gut. Doch muss auch die Ampel an der Kreuzung vor der Einbahnstraße sein? Durch die gibt es immer wieder Rückstaus. Als aber im vorigen Jahr in der gleichen Situation durch einen Leitungsschaden die Ampel einige Zeit ausgefallen war, da sei der Verkehr ganz ohne Probleme geflossen. Warum also nicht mehr Eigenverantwortung für den Autofahrer und die Ampel einfach weg lassen? Das hört sich so verführerisch an, dass es vielleicht wenigstens einen Versuch wert ist. - Gut, falls es dann einen Unfall geben sollte, dann wird es vermutlich heißen: Himmel, warum gab's da keine Ampel? - Aber das ist dann eine andere Geschichte.