| 20:08 Uhr

Statt winterwild doch eher mild
Milder Regen im Köllertal

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Nachdem die Westwindströmung monatelang durch stabile Hochdrucklagen ausgebremst war, macht der Atlantik ausgerechnet zum Start in den Dezember, und damit in den meteorologischen Winter, wieder richtig mobil und schickt Tiefdruckgebiete mit ihren Fronten zu uns, die Regen und sehr milde Luft im Gepäck haben. Von Jörg Hoffmann

Seit dem vorigen Wochenende setzte mit dem vollen Durchbruch der atlantischen Frontalzone eine spürbare Milderung ein – unwinterlicher könnte die Adventszeit nicht beginnen. Allenfalls nach Nikolaus könnte es zu einer Abkühlung kommen. Immerhin können die ausgetrockneten Böden und die niedrigen Flusspegel den Regen gut gebrauchen. Die lange „Trockenzeit“ dürfte nun endgültig Geschichte sein, wobei das große Niederschlagsdefizit der vergangenen Monate aber nur abgebaut, keinesfalls komplett ausgeglichen wird – dazu bräuchte es eine längere regenreiche Periode im gesamten Winterhalbjahr.


Am heutigen Freitag wandern Tief Irenes Fronten über Deutschland hinweg, es ist bedeckt und regnet leicht, später gibt es Schauer und nachmittags vielleicht einige Auflockerungen bei Höchstwerten um 9 Grad. Am Samstag ist es wolkig bis stark bewölkt und zunächst trocken bei Temperaturen um 7 Grad, ehe nachmittags bei einem auffrischenden Wind neue Regenwolken aufziehen, die zum Frontensystem des von Irland zur Nordsee ziehenden Tiefs Jadwiga gehören. Der erste Adventssonntag zeigt sich ungemütlich und nass, bei dichter Bewölkung müssen wir mit zeitweiligem Regen rechnen, und die Höchstwerte klettern auf milde 9 bis 11 Grad.

Von Montag bis Mittwoch erreicht die Westwetterlage ihren Höhepunkt, denn wie auf einer Autobahn rauschen Tiefs vom Atlantik nach Mitteleuropa und bringen teils kräftige Regenfälle ins Köllertal. Die Südwestströmung sorgt für sehr milde 11 bis 14 Grad, und es weht zeitweise ein frischer bis starker Wind mit stürmischen Böen. In der zweiten Wochenhälfte kommt es unter Zwischenhocheinfluss zur Wetterberuhigung, dabei bleibt es meist trüb mit nur wenigen Auflockerungen, die Luft kühlt auf 8 bis 5 Grad ab. Ob es danach eher mild und regenreich oder vielleicht winterlich weitergeht, ist noch nicht wirklich entschieden. Es gibt allenfalls eine leichte Andeutung, dass Tiefs für eine regenreiche, milde Periode sorgen, so dass der Winter vorerst keine Chance hätte.