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Maschinisten-Träume in Burbach

So kann's gehen. Reinhard Klimmt hat SZ-Redakteur erklärt, dass es etwas gibt, das noch mächtiger als ein Computer ist. Martin Rolshausen

Auch wenn Computer uns Menschen in vielen Dingen überlegen sind, sie können nicht lieben, nicht hassen, und sie können nicht träumen. Dieser Gedanke nimmt mir die Angst vor diesen Maschinen. Gestern hat mir Frank Schilling, der Geschäftsführer des Kulturvereins Burbach, erklärt, dass Computer inzwischen zumindest so tun können, als ob sie träumen. Sie können "Träume simulieren", sagt Schilling. Das hat sich der Saarbrücker Künstler Volker Schütz zu Nutze gemacht. Er hat seinen mit einem speziellen Programm ausgestatteten Computer mit Wörtern gefüttert. Der Rechner hat sich dazu Bilder aus dem Internet gesucht, sie gemixt und zu Kunst gemacht. Einige Werke, die der "der Maschinist" Schütz dem Computer entlockt hat, sind beim Kulturverein zu sehen.


Der Computer entscheide letztendlich, was ein gutes Bild ist, erklärte Frank Schilling - und löste damit Kopfschütteln bei Reinhard Klimmt , dem Vorsitzenden des Kulturvereins Burbach, aus. "Kein Computer kann für mich entscheiden, was gut ist", widersprach der ehemalige Ministerpräsident. Es folgte aber nicht die von mir erwartete Kritik an der Technikgläubigkeit mancher Leute und kein Plädoyer für den freien Willen des Menschen - sondern eine sehr persönliche Erklärung: "Das entscheidet meine Frau."

Die Kunst ist im Kulturcafé Burbach, Burbacher Straße 20, zu sehen. Öffnungszeiten: montags bis mittwochs, 10.30 bis 14.30 Uhr; donnerstags 16 bis 20 Uhr, sonntags 13 bis 16 Uhr.