Martin Rolshausen denkt: Im Biergarten braucht man kein Handy.

Miteinander reden, statt Social Meedia : Handyverbot in Biergärten?

Diese Woche hat mich eine Nachricht aus Wien erreicht, die mich nachdenklich gestimmt hat. Der Bierexperte Sepp Wejwar plädiert für ein Handyverbot in Biergärten. Bier, sagt er, „war immer – und wäre auch heute – ,sozialer Kitt’, während ,Soziale’ Medien den Menschen vereinzeln“.

Man gehe „meist gemeinsam auf ,ein’ Bier, starrt aber alleine (sehr einsam) in einen Bildschirm“. Handys, also „Undinge, die uns von Ruhe und Feiern ablenken, sollten, wie bei jedem klassischen Konzert, abgeschaltet werden“, sagt der Mann, den man in Wien als den Biersepp kennt.

Sein Appell werde „kaum Chancen auf Verwirklichung haben“, befürchtet der Biersepp. Das denke ich auch, denn die Gastronomie ist schon mit zu viel Bürokratie belastet. Aber wir sind im Regionalverband ja kreativ und vielleicht findet der ein oder andere Wirt charmante Möglichkeiten, die Menschen beim Bier zusammenbringen, ohne, dass sie dabei ein Handy brauchen.

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