Kunst muss sein

Für Künstler war es sicherlich die gute Nachricht der Woche: In Saarbrücken soll es weiterhin Kunst im öffentlichen Raum geben. Die Oberbürgermeisterin selbst hat sich dafür stark gemacht. Wenige Tage vor Eröffnung der Landeskunstausstellung bekommt Kunst das, was ihr gebührt: Aufmerksamkeit und Unterstützung.

Da hat der Künstler-Protest wohl doch gewirkt. "Künstlerische und moralische Bankrotterklärung" hatte man der Stadt bescheinigt, nachdem das Geld für Kunst im öffentlichen Raum gestrichen werden sollte. Aus Spargründen, denn Saarbrücken hat nun mal horrende Schulden.

Um so schöner, dass sich das ein oder andere künstlerisch noch einrichten lässt. Wie etwa die Skulptur von Sigrun Olafsdottir, die seit neuestem in der Schifferstraße steht. Über Größe und Wucht an diesem Ort mag man geteilter Meinung sein. Es ist in jedem Fall gut, dass es sie gibt.

Bemerkenswert auch, dass wir uns in Saarbrücken jetzt aufmachen können zu einem "Artwalk". Zwölf Stationen soll er am Ende haben. Gerade hat der russische Künstler Aleksey Luka an der Garage in der Bleichstraße begonnen. Das Kultusministerium hilft dem Projekt finanziell auf die Beine, kuratiert wird es von Patrick Jungfleisch ("Reso"). Das erste Bild an der Garage weckt Lust auf mehr. Im September soll der Kunst-Weg durch die Stadt dann fertig sein. Schöne Aussichten.