Kommentar zur Saabrücker Oberbürgermeisterwahl

Oberbürgermeisterwahl : Saarbrücker OB verliert dramatisch an Zuspruch

Das war kein guter Tag für Charlotte Britz (SPD). Mehr als 20 Prozent Stimmenverlust – von Amtsbonus kann nicht die Rede sein bei dieser Oberbürgermeisterwahl. Am Pfingstsonntag geht sie nun gegen Uwe Conradt (CDU) in die Stichwahl.

So unermüdlich sie für sich geworben hat, viele Wählerinnen und Wähler scheinen der Frau müde zu sein, die in die dritte Amtszeit will. Der Zuspruch nimmt dramatisch ab.

Charlotte Britz kann in Wahlkämpfen zulegen; das hat sie 2003 bewiesen, als sie CDU-Staatssekretär Josef Hecken in der Stichwahl bezwang. Sie kann Gegner auch mit leichter Hand des Platzes verweisen, wie 2011 den heutigen Finanzminister Peter Strobel (CDU).

Am Pfingstsonntag geht es auch darum, wen Linke und Grüne unterstützen. Von der FDP als Wahlhelfer muss nicht die Rede sein, zu schwach ist das Ergebnis. Die Grünen-Kandidatin wiederum darf sich mit mehr als 14 Prozent siegreich fühlen.

Für Saarbrücken stellt sich die Frage, ob die Landeshauptstadt nicht mal einen Wechsel an der Spitze brauchen könnte. Zwei Amtszeiten bleiben nicht in den Kleidern stecken. Was nicht heißen soll, dass für Charlotte Britz nicht noch eine dritte beginnen wird.

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