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Kolumne Unserer Woche über das Kommunikationsproblem eines Boulevereins

Kolumne Unsere Woche : Erfolgreiche Kommunikation kann schwer sein

Manchmal interpretieren Menschen zu viel in das Gesagte und die Taten von anderen. Wohin solche Kommunikationsfehler führen können, haben wir diese Woche gesehen.

Kommunikation ist das A und O im menschlichen Miteinander. Ohne sie funktioniert nichts. Der österreichische Kommunikationswissenschaftler und Psychotherapeut Paul Watzlawick ging sogar soweit zu sagen, dass man nicht nicht kommunizieren kann. Wenn also bei Ihrem nächsten Arztbesuch jemand mit langen schwarzen Haaren und schwarzen Kleidern im Wartezimmer stur auf den Boden starrt, einfach den Grundsatz von Watzlawick bedenken. Vielleicht liegt es ja gar nicht an der heutigen Jugend und den unmöglichen Manieren, vielleicht möchte die Person Ihnen nur mitteilen, dass sie ihre Ruhe haben möchte. Nichts desto trotz gibt es immer wieder Menschen, die die Botschaft nicht verstehen und die Person trotzdem ansprechen. Hier kommt das Sender-Empfänger-Modell von Shannon und Weaver aus den 1940er Jahren ins Spiel. Aus diesem geht hervor, dass verschiedene Störungen dazu führen können, dass die vom Sender transportierte Nachricht nicht oder nicht richtig beim Empfänger ankommt. Jeder, der schon einmal Stille Post gespielt hat, weiß, wovon die Rede ist. Ganz leicht wird aus der Botschaft „Ich möchte Bolognese essen“ ein „Ich esse gerne kleine Kinder.“

Diese Woche war auch wieder geprägt von Kommunikationsproblemen. Ob es die Kommunikation bezüglich einer Baustelle oder eines Bouleplatzes ist – viele Probleme ließen sich eigentlich ganz einfach lösen.

Der Bouleverein PC Messidor und sein Platz im Bürgerpark sind ein klassisches Beispiel dafür. Während beim Grünamt keiner wusste, was ein Platz benötigt, damit darauf anständig Boule gespielt werden kann, ist es dem Verein anscheinend gar nicht in den Sinn gekommen, dass lediglich ein Missverständnis vorliegen könnte. Außerhalb von Boulevereinen weiß nunmal niemand, wie ein Platz für Ligaspiele aussehen muss. Sie gingen gleich vom Schlimmsten aus und vermuteten, dass die Stadt sie aus dem Bürgerpark heraus haben möchte.

Zum Ende der Woche hin haben sich die Probleme zwischen Verein und Grünamt dann in Luft aufgelöst – ganz einfach indem man dann doch mal miteinander kommuniziert hat.