Köllertal: Zwei Drittel Regen „zu wenig“

Köllertal: Zwei Drittel Regen „zu wenig“

Der Sommer geht zum Start in den September in die Verlängerung, die Hochs geben sich die Klinke in die Hand und verwöhnen das Köllertal mit schönstem Spätsommerwetter. Die intensivste Hitzewelle des Jahres ließ am letzten Wochenende in Deutschland viele Dekadenrekorde purzeln - auch in Eiweiler wurde mit 36,1 Grad die höchste Temperatur für die dritte Augustdekade gemessen. Intensität und Andauer dieser extremer Gluthitze zu so einem späten Zeitpunkt im August sind absolut außergewöhnlich und traten in dieser Form in Deutschland seit 1944 nicht mehr auf.

Heute und morgen bestimmt das nach Osteuropa wandernde Hoch Ian das Wetter im Köllertal, es ist sonnig bis leicht bewölkt durch hohe Schleierwolken und trocken bei hochsommerlichen 27 bis 30 Grad. Am Sonntag greifen die Ausläufer des von England zur Nordsee ziehenden Tiefs Maren von Nordwesten über. Dabei kommt es bei wechselnder Bewölkung zu einzelnen Schauern bei Höchstwerten um 23 Grad. Der Montag zeigt sich wolkig bis stark bewölkt mit schauerartigem Regen und Abkühlung auf Werte um 20 Grad bei böig auffrischendem Westwind.

Das Tief-Intermezzo ist am Dienstag wieder vorbei, denn aus Westen folgt rasch Hoch Johannes, das für den Aufbau einer ausgedehnten Hochdruckzone über Europa sorgen wird, wobei sich der Schwerpunkt des Hochs im Verlauf der Woche Richtung Ostsee und Baltikum verlagern wird und aus Osten trocken-warme Festlandsluft heran geführt wird.

Mit viel Sonnenschein und lockeren Wolken herrscht spätsommerliche Witterung bei Temperaturen zwischen 24 und 28 Grad - ein Sommermärchen im September. Nachdem schon der Juli zu trocken war, setzte sich auch im August die Trockenheit fort: Bei einer Regensumme von 23,5 Liter pro Quadratmeter wurde noch nicht einmal ein Drittel des Regensolls im Köllertal erreicht. Manche Bäume und Sträucher reagieren bereits auf den Wassermangel und werfen jetzt verfrüht gelbe Blätter ab.