Köllertal-Sommer von Null auf 100

Köllertal-Sommer von Null auf 100

Der Sommer legt einen Turbostart aufs Parkett: Vom Frühling geht es an den ersten Junitagen ohne Umwege direkt in den Hochsommer - quasi von null auf hundert, ohne, dass wir uns richtig an die Wärme gewöhnen können.

Die erste Hitzewelle des Jahres rollt heute ins Köllertal. Zwischen einer Tiefdruckrinne über Westeuropa und Hoch Walburga über Osteuropa werden aus Südwesten subtropische Luftmassen weit nach Norden transportiert, so dass die Temperaturen mühelos über die magische 30-Grad-Schwelle klettern. Doch so schnell die Hitze kommt, so schnell wird sie wieder vorbei sein. Denn hinter der Kaltfront von Tief Lothar, die am Wochenende Deutschland rasch überqueren wird, baut sich ein neues, kräftiges Hoch zwischen dem Atlantik und den Britischen Inseln auf, an dessen Ostflanke die Zufuhr deutlich kühlerer Meeresluft eingeleitet wird. Die Temperaturen stürzen ab und mit dieser typischen Nordwindlage in der ersten Junihälfte macht sich die so genannte Schafskälte bemerkbar. Dabei bleibt es aber in der nächsten Woche meist freundlich und trocken. Allerdings dürfte es auch wieder zu trocken werden. Schon im Mai war mit 41 Liter pro Quadratmeter nur etwa die Hälfte des Solls gefallen.

Heute verwöhnt uns Hoch Walburga mit strahlendem Sonnenschein am blauen Himmel, an dem sich später einige harmlose Quellwolken bilden. Durch die intensive Sonneneinstrahlung in Verbindung mit der südlichen Strömung steigen die Höchstwerte auf hochsommerlich heiße 30 bis 33 Grad. Morgen greift die Kaltfront von Tief Lothar mit Gewittern auf Deutschland über. Es ist teils heiter, teils wolkig, und wahrscheinlich dämpft rascher Luftdruckanstieg die Wirksamkeit der Front, so dass es nur örtlich zu Gewitterschauern kommt.

Die Passage der Kaltfront bemerken wir vor allem durch starke Windböen aus West, die die schwül-heißen Luftmassen verdrängen. Die Temperaturen fallen auf 25 bis 27 Grad. Unter Hochdruckeinfluss zeigt sich am Sonntag der Frühsommer wieder mit angenehmer Wärme um 25 Grad bei viel Sonnenschein.

Das neue Hoch Xenia etabliert sich ab Wochenbeginn mit Schwerpunkt westlich der Britischen Inseln und führt mit einer nördlichen Strömung merklich frischere Meeresluft heran. Sonnige Phasen wechseln sich mit lockeren Wolken ab, es bleibt trocken bei Höchstwerten von 17 bis 21 Grad und kühlen Nächten. In der zweiten Wochenhälfte kann sich die Luft wieder auf 22 bis 25 Grad erwärmen.

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