In Saarbrücken werden von der Gruppe SaarSteine bemalte Steine ausgesetzt.

Bemalte Steine : Mit Hoffnung, auf Stein gemalt, ins neue Jahr

Steine haben keinen guten Ruf. Sie sind hart, man kann sie werfen, und jemanden Steine statt Brot zu geben, ist ein harter Vorwurf. Eine Gruppe bessert gerade das Image von Steinen auf, mit Farbe und Liebe.

Der an der Saarbahnhaltestelle Hellwigstraße ausgesetzte Stein. Foto: Martin Rolshausen

Diese Woche keimte Hoffnung – auf einem Stein. Dass ich diesen Stein an der Saarbahnhaltstelle Hellwigstraße im Saarbrücker Ostviertel gefunden habe, war Zufall. Dass er dort lag, wo ich ihn entdeckt habe, allerdings nicht. Jemand hat den Stein dort hingelegt, damit jemand auf ihn aufmerksam wird. Im ganzen Saarland verteilen Mitglieder der Gruppe „SaarSteine“ solche selbst bemalten Steine. Sie wollen „die Welt mit Steinen bunter machen“. Auf der Facebook-Seite der Gruppe wird erklärt, wie das funktioniert: „Stein bemalen (hierzu eignen sich Acrylfarben oder andere Wasserfeste Stifte), auf die Rückseite das Facebook f und SaarSteine schreiben, Stein an einem öffentlichen Ort ablegen und Daumen drücken, dass er gefunden wird.“ Damit die Steinebemalerinnen und Steinebemaler auch wissen, dass ihr Stein zu jemand gefunden hat, der sich womöglich auch noch über seine Entdeckung gefreut hat, soll der Finder den Stein fotografieren und das Bild auf eben dieser Facebook-Seite im Internet posten. Auf den Stein, den ich am zweiten Tag dieses Jahres gefunden habe, hat jemand einen Baum mit goldenen Knospen gemalt. Dazu ein Herz und das Wort „Hope“, also Hoffnung. Der Stein liegt jetzt auf meinem Schreibtisch, denn Hoffnung kann man immer gebrauchen.