In der Hexennacht wurde in Saarbrücken auch Gutes getan.

Start in den Mai : Menschen, die sich Mühe machen

Diese Woche haben sich wieder unheimlich viele Menschen Mühe gemacht. Die, die sich die „geheimnisvollen Hexen“ nennen, zum Beispiel. Diese Hexen haben, wie eine Leserin berichtet, in ihrem Briefkasten in der Saarbrücker Gustav-Bruch-Straße ein Schokoladenei hinterlassen.

Dazu die Nachricht: „Wir wollten Ihnen auch die gute Seite von Hexennacht zeigen. Genießen Sie das Leben. Guten Appetit und Hex Hex!“

Dann ist da Otto Escher, der 72 Jahre alt ist und nicht aufgibt, wenn es um die Lebensqualität, ja manchmal sogar um die Sicherheit seiner Mitmenschen im Regionalverband geht. Er kämpft für einen Hitze-Alarmplan nach französischem Vorbild. Bei unseren Nachbarn werden vor allem ältere Menschen nicht einfach über die Medien vor den teilweise lebensgefährlichen Auswirkungen heißer Sommer gewarnt. Die Behörden informieren unter anderem alle älteren Menschen persönlich und betreuen sie wenn gewünscht auch durch Hausbesuche.

Mühe gemacht hat sich auch das Team der Saarbrücker Stadtbibliothek. Weil die Bibliothek immer mehr zum Lern- und Aufenthaltsort wird, wurde sie so umgeräumt, dass mehr Platz zum Verweilen ist. Das ist gelungen, ohne dass der Bestand an Büchern und sonstigen Medien verringert wurde.

Und dann war da noch die Frau, die auf dem Hauptfriedhof Unkraut entdeckt hat. Sie hat sich Zeit genommen – nein, nicht, um es mal eben zu beseitigen. Sie hat sich vielmehr die Mühe gemacht, es aus allen Blickwinkeln zu fotografieren, viele Bilder an die Zeitung zu schicken und einige Male nachzufragen, warum wir ihre „Sowas darf nicht sein“-Fotos nicht drucken.

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