Hoffnung auf Frühsommer

Vom warmen Frühling oder gar Frühsommer war im zu Ende gehenden Wonnemonat Mai, außer kurzen Episoden, nicht viel zu sehen. Aber trotz der gefühlt endlosen Wechselhaftigkeit sind wir im Vergleich zu der wirklich unterirdischen Mai-Witterung der beiden Vorjahre noch gut weggekommen.

Denn der Mai in den Jahren 2013 und 2014 war sehr regenreich und kühl ausgefallen, während sich die Temperaturen diesmal eher durchschnittlich zeigten und es teilweise viel zu trocken war: Im Süddeutschlang gab's zwar reichlich Regen, doch in einem breiten Streifen der Mitte von West nach Ost - also vom Saarland über Hessen bis nach Ostdeutschland - herrschte Regenmangel.

Zum Monatswechsel besteht nun Hoffnung, dass der Frühsommer einen zaghaften Anlauf wagen könnte, denn die Großwetterlage scheint sich allmählich umzubauen. Zwar zeigt die Temperaturkurve in der ersten Juniwoche eindeutig nach oben, doch die genaue Witterung, ob es eher trocken-warmes oder schwül-warmes, feuchtes Wachstumswetter sein wird, ist noch nicht sicher. Heute und morgen bestimmt ein breiter Höhentrog auf der Rückseite von Tief Hubertus unser Wetter. Bei wechselnder Bewölkung und böig auffrischendem Südwestwind sind bei Temperaturen um 18 Grad vereinzelte Schauer zu erwarten. Mit Zwischenhoch Walburga will uns der Mai am Sonntag zum Abschied mit freundlichem Wetter doch noch etwas versöhnen. Es wird heiter bis wolkig und trocken bei Erwärmung auf Werte um 22 Grad.

Bereits am Montag greift nach sonnigem Beginn die Kaltfront von Tief Immo bei England auf Deutschland über. So müssen wir im Tagesverlauf mit Schauern und Gewittern rechnen. Unter Tiefdruckeinfluss kühlt es am Dienstag auf 16 bis 18 Grad ab, es wird sehr windig bei schauerartigem Regen. Ab Wochenmitte ist mit Wetterbesserung zu rechnen, eine Hochdruckzone kann sich aufbauen, und bei einer Mischung aus Sonne und Quellwolken sind in der zweiten Wochenhälfte frühsommerliche Temperaturen um 25 Grad zu erwarten.