Goldfische entschwommen!

Verschwundene Teichbewohner stellen SZ-Redaktionsmitglied Patricia Müller vor ein Rätsel.

Mysteriös. 25 Fische sind einem Saarbrücker in der vergangenen Woche zwischen dem 13. und 14. Mai abhanden gekommen. "Komplett leergefischt" sei sein Gartenteich, sagt der Besitzer. Und das trotz Netz. Ein Reiher kann es also nicht gewesen sein. Prompt hat der Teichbesitzer sechs neue Fische gekauft. Aber auch die seien nun verschwunden. Wie kann das sein? Haben sich die Fische gegenseitig weggelutscht? Nur wo ist dann der letzte geblieben, nachdem er so viele Fische verspeist hat? Vielleicht war es ein unwissender Dieb, der dachte, dass die Tiere pures Edelmetall als Futter bekommen haben. Womöglich haben sich die Fische Kanäle in Nachbarteiche erschlossen und treiben dort als Loch Goldi ihr Unwesen. Kann es vielleicht sein, dass Christus sie in der Nacht zum Feiertag mit in den Himmel genommen hat? Oder hat sich nicht nur in Bayern, sondern auch über dem Saarbrücker Teich unbemerkt ein Miniatur-Tornado gebildet, dessen winziger Rüssel die Schwimmer abgesaugt hat? Vielleicht haben sie das Unwetter auch geahnt, haben sich im Schlamm verbuddelt und fürchten sich nun, wieder aufzutauchen. Manche Tiere sind ja bekanntlich ganz gute Frühwarnsysteme. Sollten die Goldfische wieder zurückkehren, was wir natürlich sehr hoffen, braucht unser Saarbrücker mit dem Teich womöglich keinen Wetterfrosch mehr. Wir drücken die Daumen!