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Falschparker
Genau so ist es, wenn man doof ist. . .

FOTO: Robby Lorenz / SZ
Was soll man von Menschen halten, die andere durch rücksichtloses Parken in Bedrängnis bringen – und dann auch noch darüber lachen? Von Martin Rolshausen

Diese Woche sind mir drei Sätze eingefallen, die ich vor einiger Zeit gelesen habe: „Wenn man tot ist, dann weiß man nicht, dass man tot ist. Es ist dann nur schwer für die Anderen. Genau so ist es, wenn man doof ist.“


Diesen Erinnerungsfetzen hat ein Beitrag auf der Internetplattform Facebook herangeweht. Dort hat ein junger Mann ganz stolz einen Zeitungsartikel gezeigt, in dem er eine Rolle spielt. Zu sehen ist auf dem Foto allerdings nicht er selbst, sondern sein Auto.

Das Foto zeigt, dass zwei Luxusautos einen Radweg am Saarufer unterhalb der Berliner Promenade blockieren. In dem Bericht ging es darum, dass Autofahrer durch rücksichtsloses Parken Radfahrer und Fußgänger (vor allem solche, die mit Gehhilfen oder Kinderwagen unterwegs sind) behindern oder sogar gefährden. „Belustigt“ ist der junge Mann mit dem schnellen Auto über den Ärger von Fußgängern und Radfahrer. Er lacht über sie.

An Ostern feiern die Christen, dass der Tod nicht das letzte Wort hat. Wenn man tot ist, lautet die Osterbotschaft, dann wendet sich doch noch alles zum Guten. Aber wie ist das mit dem Doofsein? Geht es da hinterm Horizont auch noch weiter?

Der zugeparkte Radweg unter der Berliner Promenade.
Der zugeparkte Radweg unter der Berliner Promenade. FOTO: Thomas Fläschner/ADFC