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Das Wetter im Köllertal
Frühling im Köllertal und 20 Grad – vorerst wenigstens

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Na endlich: Am Wochenende wird im Köllertal erstmals im neuen Jahr die 20-Grad-Marke geknackt. Der hinter uns liegende März war der trübste seit zehn Jahren. Der April könnte überdurchschnittlich warm werden. Von Jörg Hoffmann

Der Frühling trumpft jetzt groß auf und kommt endlich in die Gänge. Das Zusammenspiel von Hoch Leo über Polen mit Tief Isabeau über dem Ostatlantik beschert dem Köllertal ein frühlingshaftes Wochenende wie aus dem Bilderbuch – mit Sonnenschein und rascher Erwärmung. Und erstmals in diesem Jahr wird dabei die 20-Grad-Marke geknackt.


Lange mussten wir auf einen Frühlings-Durchbruch warten, nun ist der Frühling nicht mehr aufzuhalten und hält richtig Einzug. Zwar wird es in der nächsten Woche wieder unbeständiger, doch trotz leichter Abkühlung bleibt es frühlingshaft-mild.

Dass es am Wochenende zu einem fulminanten Warmluftvorstoß kommt, haben wir einer kräftigen Südströmung zu verdanken, die sich zwischen einer Tiefdruckzone vor den Toren Westeuropas und Hoch Leo über Osteuropa einstellt. Dabei werden subtropische Luftmassen vom Mittelmeer und Nordafrika zu uns geführt.

Bereits seit Ostermontag ist es spürbar milder geworden, doch zur Wochenmitte brachte das Tief-Tandem Gabi und Hypatia mit einer Kaltfront starke Regengüsse und Abkühlung. Heute wandert Hoch Leo über Deutschland ostwärts und ist der Wegbereiter für ein tolles Frühlingswochenende. Nach kalter Nacht mit Bodenfrost erwärmt sich die Luft tagsüber bei strahlendem Sonnenschein und wolkenlosem Himmel auf Werte um 16 Grad. Am Samstag verstärkt sich auf der Vorderseite von Tief Isabeau die Warmluftzufuhr. Es ist sonnig mit einigen hohen Schleierwolken; bei einem böig auflebenden Ost- bis Südostwind wird es  20 bis 22 Grad warm. Die Vorboten der Tiefdruckrinne über Westeuropa machen sich aber am Sonntag mit dem Durchzug von Wolkenfeldern bemerkbar, dennoch scheint zeitweise die Sonne, und es ist trocken bei Höchstwerten um 21 Grad.

Am Montag ist es teils heiter, teils bewölkt und zunächst noch trocken bei 18 bis 20 Grad, ehe bis zum Abend gewittrige Schauer aufziehen. Die Kaltfrontpassage von Tief Isabeau beendet am Dienstag mit kräftigen Regenfällen das sonnige Gastspiel. Es kühlt auf Werte um 12 Grad ab.



Ab Wochenmitte stellt sich die Großwetterlage dann auf eine Nordostlage um, bei der sich hoher Luftdruck im Bereich zwischen Island und Skandinavien aufbaut, während wir in Mitteleuropa unter einer stationären Tiefdruckrinne mit feucht-milder Luft liegen. Dadurch wird es wechselhaft; bei einer Mischung aus vielen Wolken und etwas Sonne müssen wir mit Schauern und Regenfällen rechnen. Zunächst erreichen die Temperaturen 12 bis 15 Grad, bis Ende der Woche steigen sie dann auf 16 bis 19 Grad an.

Die Natur steht in den Startlöchern, die Wärme sorgt für einen großen Wachstumsschub. Es deutet sich an, dass der April überdurchschnittlich warm wird, nachdem die beiden Vormonate kalt verlaufen waren. So war der März bei einem Mittelwert von 3,3 Grad um 1,3 Grad zu kalt und damit sogar noch kälter als der (allerdings auch viel zu milde) Januar. Außerdem erlebten wir den trübsten März seit 2008: Die Sonne schien 37 Prozent weniger als üblich.