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Erinnerung an "Das Leben des Brian" zum Tod von Terry Jones.

Danke für den Spaß, Terry Jones : Lachen über den Tod

Darf ich lachen, wenn jemand stirbt? Ich muss. Zumindest, wenn es sich um ein Mitglieder der Pythons handelt, jener britischen Gruppe, die gesungen hat: „Life’s a laugh and death’s a joke.“ Und weil das Leben ein Lacher und der Tod ein Witz sind, empfahlen die Pythons erst: „Always look on the bright side of life.“ Und dann: „Always look on the bright side of death.“ Immer auf die Sonnenseite des Lebens und dann auch auf die Sonnenseite des Todes schauen.

Als diese Botschaft zu mir durchdrang, war der erste Monty-Python-Film meines Lebens zu Ende. Der Abspann des „Leben des Brian“ flackerte über den Bildschirm. Kurz darauf ratterte die Videokassette aus dem Rekorder. Es war Mitte der 80er Jahre. Der Film war da schon etwa fünf Jahre alt, aber für mich und meine Freunde war er eine Offenbarung. Einige Dinge im Leben sind schlecht, sie können dich wirklich verrückt machen. Andere Dinge lassen dich fluchen, erklärten die Pythons. Das kannten wir. Aber: Wenn du am Knorpel des Lebens zu kauen hast, moser nicht, fang an zu pfeifen. Terry Jones, der Mann, der bei Brian Regie geführt hat, ist gerade gestorben. Also lache und pfeife ich.