Einkaufen am Samstag kann nervenaufreibend sein.

Einkaufen in Saarbrücken : Samstags im Supermarkt

Die haben ein paar neue Feiertage in Folge eingeführt. Die haben uns vor einer Katastrophe gewarnt, wir werden eingeschneit. Die haben die Mehrwehrtsteuer erhöht, und ab Montag ist alles teurer. Wer „die“ sind, wusste ich nicht.

Dafür ging in meinem Kopf alles viel zu schnell, als ich am frühen Samstagnachmittag meinen Saarbrücker Lieblingssupermarkt in der Mainzer Straße betrat. Da waren so viele Menschen. Und der Verdacht: Wer immer „die“ sind, sie haben mich nicht informiert. Es war kaum ein Durchkommen. Aber: Es waren gar nicht besonders viele Menschen, sie bewegten sich nur nicht wie abends beim Einkaufen zwischen Feierabend und Ladenschluss. Sie waren nicht Teil des Menschenstroms, der sonst zielstrebig vom Eingang bis zur Kasse fließt. Überall standen Menschen zusammen und plauderten. Im Gang mit den Fertigsoßen, den ich sonst als Abkürzung nutze, lösten zwei tuschelnde Frauen die Einkaufswagenblockade erst nach einen genervten Blick meinerseits auf. Ein paar Meter weiter tratschten Männer aus meiner Nachbarschaft und machten einen Zugriff auf die Kühltheke nur nach einem leidenden Blick frei. Als ich endlich im Slalom um die ganzen Grüppchen herum ans Kaffeeregal kam, war ich nervlich schon schwer angeschlagen. Dort traf ich einen Leser dieser Zeitung, ein zweiter kam dazu. Wir kamen ins Plaudern. Irgendwann hüstelete eine Frau mit genervtem Blick. Wir blockierten das Kaffeeregal. Wieso ist die so genervt, dachte ich.