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Wirtschaft regional
Zweimal Müden, einmal Verwirrung

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Volker Müden hatte diese Woche Ärger, für den er nichts konnte. Und diejenigen, die ihm und seinen Mitarbeiterinnen diese Woche womöglich an den Nerven zupften, taten das sicher nicht mit Absicht. Die Lage war wohl einfach etwas zu unübersichtlich. Von Martin Rolshausen

Die Lage war, wie die SZ berichtet hat, diese: Die Textilreinigung Andreas Müden GmbH hat Anfang dieser Woche beim Amtsgericht Saarbrücken einen Insolvenzantrag eingereicht. Es wurde ein vorläufiges Insolvenzverfahren eingeleitet. Außerdem wurde mitgeteilt, dass der Geschäftsbetrieb in allen sechs Filialen von Müden weitergeht, die Filialen zu den gewohnten Zeiten geöffnet bleiben. Und dass die rund 30 Mitarbeiter zunächst bis einschließlich Mai über Insolvenzgeld abgesichert sind.


Für viele Kunden waren damit die für sie entscheidenen Fragen nicht beantwortet. Was ist mit den noch nicht gereinigten Klamotten? Was ist mit einer noch offenen Reklamation oder mit der Kundenkarte, auf der noch Guthaben ist? Die Fragen sind sicher berechtigt. Aber ein Teil davon landete in den Müden-Reinigungs-Filialen schräg gegenüber des Saarbrücker Rathauses, am Güdinger Bahnübergang und im Saar-Basar. Die gehören aber nicht Andreas Müden, sondern seinem Bruder Volker. Das Familienunternehmen wurde einst zwischen ihm und seinem Bruder aufgeteilt, erklärt Volker Müden.

Zwei Müden-Männer, zwei Müden-Reinigungen. Da können Kundinnen und Kunden schon mal den Überblick verlieren – aber niemand wirklich die Nerven.