Eine Intrige der Saarbrücker SPD? CDU-Mann Uwe Conradt beweist Stil.

Kostenpflichtiger Inhalt: Künftiger Saarbrücker Oberbürgermeister : Der neue Oberbürgermeister startet souverän

War es nur der ganz normale Wahnsinn? Das übliche Vorgehen der Stadtverwaltung? Oder war es Absicht, eine Intrige gar? Wie auch immer: Gut 26 000 Euro für die Amtseinführung, das wäre eine Nachricht gewesen, die dem neuen Saarbrücker Oberbürgermeister gleich zu Beginn seiner Amtszeit geschadet hätte.

„Seht her: Kaum ist der Mann im Amt, wirft er das Geld auch schon aus dem Fenster, um sich selbst feiern zu lassen“, hätte es geheißen.

Für die SPD wäre eine teure Feier des CDU-Oberbürgermeisters jedenfalls ein parteipolitisches Fest gewesen. Sie hat mit Conradt mindestens zwei Rechnungen offen. Erst hat er Charlotte Britz besiegt. Dann hat er im Stadtrat ein Bündnis aus CDU, Grünen und FDP geschmiedet, was bedeutet, dass die SPD im Stadtrat kaum noch etwas zu melden hat und zum Jahresende auch den Bürgermeisterposten verliert. Treten Charlotte Britz und Ralf Latz also jetzt nach, indem sie es Uwe Conradt so schwer wie möglich machen wollen? Wenn das so ist, dann ist der Schuss nach hinten losgegangenen. Dafür, dass die Amtseinführung die Stadt teuer zu stehen gekommen wäre, ist nämlich die noch amtierende sozialdemokratische Chefetage verantwortlich, nicht der künftige Chef. Der hat mit seiner Reaktion gezeigt, dass es ihm ernst ist mit einem neuen Stil.

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